Zu Weihnachten kommt in vielen Familien ganz klassisch ein Gänsebraten auf den Tisch. Die Gänsemast in Deutschland erfolgt überwiegend auf Weiden, sie kann jedoch den Bedarf nicht decken. Sieben von acht in Deutschland verspeisten Gänse werden importiert. Die meisten stammen aus Polen oder Ungarn, wo sie häufig in intensiver Tierhaltung gemästet wurden.
Angaben zur Haltungsform auf dem Etikett sind bei Geflügel freiwillig. Werden keine Angaben gemacht, entstammen die Tiere höchstwahrscheinlich aus Intensivhaltung. Reine Werbeaussagen wie Hafermastgans, vom Bauernhof oder Landkorngans sagen nichts über die Haltungsform aus.
Andere Aufschriften auf Etiketten hingegen geben zuverlässig Auskunft darüber, wie die Tiere aufwuchsen. Bei der Extensiven Bodenhaltung werden die Tiere ausschließlich im Stall gehalten. Bei der Auslaufhaltung ist die Besatzdichte im Stall ähnlich wie bei der Bodenhaltung geregelt, die Tiere haben aber mindestens die Hälfte ihres Lebens tagsüber Auslauf ins Freie. Jeder Gans stehen dabei mindestens 4 m² zu.
Bei der Bäuerlichen Auslaufhaltung müssen die Tiere ab einem Alter von acht Wochen ständig Zugang zu Freiluft-Ausläufen haben. Dabei stehen jeder Gans mindestens 10 m² Fläche zu, auch ist die Tierzahl pro Stall begrenzt. Noch eine Stufe besser ist die Bäuerliche Freilandhaltung, die den Tieren noch mehr Freiraum gibt.
Für Tiere aus ökologisch wirtschaftenden Betrieben ist die Freilandhaltung vorgeschrieben, auch erhalten sie in der Regel Futter aus Öko-Anbau. Sie sind mit einem der bekannten Öko-Label gekennzeichnet. Eine gute Adresse ist auch der Bauer aus der Umgebung, dessen artgerechte Tierhaltung bekannt ist. Lange Transporte werden vermieden und die Tiere erst wenige Tage vor dem Fest geschlachtet.
nach oben Zuletzt aktualisiert am 31.05.2007