Lebensmittel werden im Kühlschrank aufbewahrt, damit sie länger "frisch" bleiben. Das gelingt, weil viele Bakterien und Schimmelpilze bei Temperaturen unter sieben Grad Celsius langsamer wachsen. Das hindert sie aber nicht daran, sich zu vermehren. Manche Mikroorganismen wachsen bei Kühlschranktemperaturen sogar besonders gut.
In antibakteriell beschichteten Kühlschränken, damit werben die Hersteller dieser speziell ausgerüsteten Geräte, vermehren sich Keime weniger stark. Nach Kenntnis des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) werden dafür in erster Linie Silberverbindungen eingesetzt. Deren Wirkung beruht auf der Freisetzung von Silberionen. Ob deren Konzentration in der Innenverkleidung von Kühlschränken für eine effektive desinfizierende Wirkung ausreicht, stellt das BfR in Frage. Der positive Einfluss auf die Lebensmittelsicherheit unter Praxisbedingungen ist bislang nicht belegt. Mit einem gesundheitlichen Risiko durch diese Silberbeschichtung ist nach jetziger Kenntnis jedoch nicht zu rechnen. Das BfR hält den Einsatz von antibakteriell wirkenden Mitteln im Haushalt aber grundsätzlich für überflüssig, zumal sie den Verbraucher leicht in einer falschen Sicherheit wiegen können.
Hygieniker raten, Kühlschränke alle zwei bis drei Monate gründlich zu reinigen. Angeschimmeltes Obst und Gemüse sollte man sofort herausnehmen, verschüttete Flüssigkeiten wegwischen. Warmes Wasser mit ein wenig Spülmittel oder mildem Allzweckreiniger reichen völlig aus, um Verschmutzungen auf ein gesundheitlich unbedenkliches Maß zu reduzieren. Ein zusätzlicher Spritzer Zitronensaft reduziert unangenehme Gerüche. Verdünnter Essigreiniger hilft gegen Schimmel, die Säure kann aber das Material angreifen. Zum Schluss mit einem sauberen Geschirrtuch alles gut trocken wischen.
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im Privathaushalt (pdf), Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR)
Umwelttipp: Energiesparende Kühlgeräte
Umwelttipp:Zweitkühlschrank
nach oben Zuletzt aktualisiert am 21.12.2011