Im Frühling wird man oft schon vor dem Weckerklingeln von zwitschernden Vögeln geweckt. Über diesen Lärm beschwert sich wohl kaum jemand. Wer jedoch an viel befahrenen Straßen wohnt, verpasst das morgendliche Konzert. Die Fenster sind wegen des Straßenlärms geschlossen.
Am 24. April 2002 findet zum 5. Mal der bundesweite Tag gegen den Lärm statt. Rund 70% der Deutschen empfinden Straßenlärm als besonders störend. Doch statt den Lärm an der Quelle zu bekämpfen gibt es oft nur neue Fenster oder es werden aufwändige Lärmschutzwände gebaut.
Jeder Autofahrer kann zur Lärmminderung beitragen. Wer z.B. neue Reifen braucht, sollte sich beim Händler nach Leichtlaufreifen erkundigen. Ihr geringerer Rollwiderstand reduziert nicht nur den Kraftstoffverbrauch, sondern führt i.A. auch zu niedrigeren Außengeräuschen.
In einem aktuellen Sommerreifentest wurden Abrollgeräusche zwischen 61 und 74 dB(A) gemessen. Der Mensch empfindet die Zunahme oder Abnahme eines Geräusches um 10 dB(A) in etwa als Verdoppelung oder Halbierung des Lautstärkeeindrucks.
Wer einen Internetzugang hat, kann seinen Ärger über die tägliche Lärmbelastung los werden. Das Umweltbundesamt (UBA) hat eine Online-Umfrage Lärmbelästigung in Deutschland gestartet. Externer Link, wird in neuem Fenster geöffnetDer kurze Fragebogen auf der Webseite des Umweltbundesamtes erfasst die jeweiligen Lärmquellen wie Straßenverkehr, Flugzeuge, Gewerbe, Baustellen oder Freizeitanlagen im Wohnumfeld. Auch wird nach Lärmstress durch Nachbarn gefragt.
Das Ziel des UBA ist, aktuelle Daten zur subjektiven Lärmbelastung der Menschen zu erhalten. Denn Schallpegelmessgeräte können nur die Lautstärke erfassen, nicht aber die tatsächliche Belästigung.
nach oben Zuletzt aktualisiert am 04.06.2007