Unsere Lippen haben weder Talg- noch Schweißdrüsen, die für Fett und Feuchtigkeit sorgen könnten. Außerdem ist ihre Hornschicht nur sehr dünn. Lippenhaut enthält nur ganz wenig Melanin, das einen Schutz gegen UV-Strahlung aufbaut. Vor allem der Winter mit Kälte und Lufttrockenheit setzt unseren Lippen zu, lässt sie spröde und rissig werden.
Das Problem: Eine ganze Vielzahl verschiedener Lippenpflege-Stifte wird gegen spröde, trockene Lippen angeboten. Die Basis bilden in der Regel Wachse, Öle und Farbpigmente. Dann können noch UV-Filter, Konservierungs- und Duftstoffe dazukommen. Alle Bestandteile sollten unbedenklich sein, denn schließlich verspeist eine Frau im Laufe eines Jahres ohne weiteres einen ganzen Stift so nebenbei. Langhaftende Produkte mit Paraffinen und Silikonen aus Erdöl haben eher schlechtere Pflegeeigenschaften, gut pflegen Öle natürlichen Ursprungs.
Der Umwelttipp: Am Strand oder auf der Skipiste sollten Sie auf einen hohen Lichtschutzfaktor achten unter Verwendung physikalischer Filter. Die häufiger verwendeten chemischen UV-Filter sind neben ihrer allergenen Wirkung in den Verdacht geraten, wie Hormone zu wirken. Einigen Stiften werden außerdem Duftstoffe zugesetzt, die Allergien auslösen können oder sich im Fettgewebe anreichern. Testen Sie am besten selbst, welcher Stift Ihren Lippen gut tut. Reagiert Ihre Haut gereizt auf einen Lippenstift, kann der Hautarzt austesten, welche Inhaltsstoffe Sie nicht vertragen und meiden sollten. Ein hoher Preis ist im Übrigen kein Erkennungsmerkmal für eine empfehlenswerte Qualität.
nach oben Zuletzt aktualisiert am 31.05.2007