In den Wintermonaten, wenn sich andere Früchte rar machen, stehen Orangen ganz oben auf der Einkaufsliste. Neben fruchtig-frischem Geschmack bieten sie jede Menge Nährstoffe. Der Tagesbedarf an Vitamin C lässt sich mit ein bis zwei Orangen decken. Auch Kalium, Kalzium und Folsäure sind reichlich enthalten.
Orangen sind häufig weitgereist. Erst im November beginnt die Saison in den näheren Anbaugebieten am Mittelmeer, davor stammen sie von der südlichen Erdhalbkugel. Wer diese Früchte nur ausnahmsweise kauft, trägt durch kürzere Transportwege zur Entlastung des Klimas bei.
Um konventionell angebaute Früchte auch bei ungünstigen Transport- und Lagerbedingungen vor dem Austrocknen oder Schimmelbefall zu schützen, werden Wachse und Konservierungsmittel eingesetzt. Bio-Orangen werden in der Regel nur gewaschen und gebürstet. Zwei natürliche Wachse sind zur Schalenbehandlung zulässig, müssen aber gekennzeichnet werden.
Die aktuelle Untersuchung durch Öko-Test umfasste zumeist Früchte aus Übersee. Unbelastete Orangen gab es nur im Bioladen. Konventionell angebaute Früchte enthielten zum Teil erhebliche Rückstände. Neun von 36 untersuchten Proben wiesen um Teil sehr erhebliche Pestizidgehalte über den zugelassenen Höchstmengen auf.
Bei den Schalenkonservierungsmitteln gab es keine Höchstmengenüberschreitungen. Vor allem durch das Schälen gelangen diese über die Hände auf das Fruchtfleisch. Diese Rückstände lassen sich stark reduzieren, wenn die Früchte vor dem Schälen oder Pressen gründlich mit warmem Wasser gewaschen und mit einem Papiertuch getrocknet werden. Die Hände nach dem Schälen nochmals waschen und behandelte Früchte nicht neben anderem Obst lagern. Abgeriebene Orangenschale sollte immer von Biofrüchten stammen, da als unbehandelt angebotene konventionelle Ware nicht unbedingt unbelastet ist. Es wird zumeist nur auf die nachträgliche Behandlung der Schale verzichtet.
Weitere Informationen:
Externer Link, wird in neuem Fenster geöffnetÖko-Test, Heft 01/2007
nach oben Zuletzt aktualisiert am 12.06.2007