Die schönen Parfüm-Flakons vermitteln einen Hauch von Luxus. Doch mit den angenehmen Düften sollte sparsam umgegangen werden. Am besten nur ein wenig auf die Haare geben, damit es nicht zum Hautkontakt kommt.
Zur Zeit gibt es schätzungsweise rund 2400 Riechstoffe, darunter etwa 400 natürliche Extrakte, aus denen sich Parfüms komponieren lassen. Leider stecken in vielen Düften auch ganz und gar unangenehme Stoffe. In den meisten von Öko-Test untersuchten Parfüms wurden künstliche polyzyklische Moschus-Verbindungen gefunden. Diese reichern sich im Fettgewebe an. Für Cashmeran, das in einem Drittel der Parfüms enthalten ist, gilt das Gleiche. Es besteht der Verdacht, dass polyzyklische Moschus-Verbindungen hormonelle Eigenschaften aufweisen können, ihre langfristigen Wirkungen können kaum beurteilt werden. Viele Duftstoffe können außerdem Allergien auslösen. Eine Kontaktallergie ist ein Problem, mit dem man sich ein Leben lang herumschlägt. Ist jemand auf einen bestimmten Stoff erst einmal sensibilisiert, kann es bei erneutem Kontakt immer wieder zu Ekzemen, Hautnässen und Jucken kommen.
Probleme bereiten auch die eingesetzten Hilfsstoffe. Diethylphthalat zum Beispiel wird benutzt, um den Alkohol im Parfüm zu vergällen. Es ist aber auch ein geeignetes Lösemittel für die Duftstoffe und hilft, diese zu fixieren und die Freigabe der einzelnen Duftstoffe zu verzögern. Der Duft hält länger an.
Wer ein neues Parfüm verschenken möchte, lässt sich möglichst eine Duftprobe mitgeben. Das Duftempfinden ist etwas sehr individuelles. Bevor der edle Flakon nur zur Zierde vor dem Spiegel steht, sollte er sich lieber in den Lieblingsduft umtauschen lassen.
Weitere Informationen:
Externer Link, wird in neuem Fenster geöffnetÖko-Test, Heft 11/2006
nach oben Zuletzt aktualisiert am 12.06.2007