Kornblume und Kamille leuchten in den Getreidefeldern. Doch nicht jeder kann sich daran erfreuen. Gleichzeitig mit der Kornblume blühen auch Getreide und andere Gräser. Eine schwierige Zeit für Pollenallergiker.
Wer mit dem Auto unterwegs ist, kann auf Erleichterung hoffen. Viele Neuwagen sind inzwischen serienmäßig mit Pollenfiltern ausgestattet. Fast pollenfreie Luft gibt es nur auf manchen Inseln oder in günstigen Hochgebirgslagen. Pollenfilter können die Konzentration der Plagegeister deutlich reduzieren. In welcher Konzentration Pollen allergische Reaktionen auslösen, ist von Art zu Art sehr unterschiedlich. Der Schwellenwert beträgt bei Roggen ca. 10 bis 15 Pollen, bei Gräsern 50 und bei Brennnesseln 150 Pollen. Da sich während der Pollensaison rund 3000 Pollen in einem Milliliter Luft befinden, müssen Filter Schwerstarbeit leisten.
Reine Partikelfilter, die aus mehreren Schichten bestehen, sind grundsätzlich besser als Kombifilter. Deren Aktivkohleschicht hält Pollen nicht so wirksam zurück. Für zahlreiche Fahrzeuge gibt es auch Nachrüstfilter. Da der Filter vollständig gegen Seitenluft abgedichtet sein muss, sollte der Einbau in einer Fachwerkstatt erfolgen. Dabei ist darauf zu achten, dass die Filter mindestens die VDI-Richtlinie 6032 einhalten und nach DIN 71460 geprüft wurden. Pollen werden mit solchen Filtern zu mehr als 95 Prozent zurückgehalten. Unbedingt einzuhalten sind die vorgeschriebenen Wechselintervalle. Bei extremer Staubbelastung sollte eventuell früher ausgetauscht werden.
Auch für das Schlafzimmer gibt es Pollenfilter, die wie Fliegengitter in den Fensterrahmen gespannt werden. Sie können die Pollenkonzentration um rund 90 Prozent reduzieren. Ob das schon Erleichterung bringt, lässt sich nur ausprobieren.
nach oben Zuletzt aktualisiert am 04.06.2007