Sonne tut gut - solange es nicht zu viel wird. Der Körper lässt sich leicht durch Kleidung schützen, das Gesicht jedoch bleibt selbst unterm Sonnenhut nur bedingt geschützt. Da macht eine gute Sonnenschutzcreme Sinn.
Viele Hersteller bieten spezielle Cremes für das Gesicht an. Sie sollen angeblich nicht nur vor Ultraviolett-A-(UVA)- und -B-Strahlen (UVB) schützen, sondern auch als Anti-Falten-Cremes wirken. Der angegebene Lichtschutzfaktor bezieht sich allerdings nur auf den Schutz gegen UVB-Strahlen, die Sonnenbrand und die Entstehung von Hautkrebs fördern. Bislang gibt es noch keine verbindliche Methode zur Bestimmung und Bezeichnung des UVA-Schutzes. UVA-Strahlen werden ebenfalls mit der Entstehung von Hautkrebs in Verbindung gebracht und lassen die Haut schneller altern.
In punkto Filtersubstanzen setzen die meisten Hersteller nach wie vor auf Chemie. Dennoch gibt es neben den Naturkosmetikfirmen immer mehr konventionelle Produzenten, die mineralische Lichtschutzfilter wie Titan- oder Zinkoxid bevorzugen. Sie reflektieren das Sonnenlicht. Das Problem des sichtbaren weißlichen Schutzfilms haben die Hersteller durch den Einsatz von immer kleineren Partikeln weitgehend in den Griff bekommen.
Mehr als die Hälfte der speziellen Gesichtssonnencremes, die Öko-Test untersucht hat, belasten die Haut mit problematischen Stoffen. Dies sind vor allem bedenkliche chemische Lichtschutzfilter aber auch Parfümstoffe, die Allergien auslösen können. Je mehr Inhaltsstoffe eine Creme hat, desto größer ist die Gefahr eine Allergie zu entwickeln. Für Menschen mit empfindlicher Haut ist unparfümierte Sonnencreme die erste Wahl. Erfreulicher Weise gibt es einige "sehr gute" Cremes im Test, darunter sogar sehr preiswerte.
Weitere Informationen:
Externer Link, wird in neuem Fenster geöffnetÖko-Test, Heft 07/2006
nach oben Zuletzt aktualisiert am 12.06.2007