Kinder reagieren besonders empfindlich auf Sonne. Eltern müssen sie beim Herumtoben im Freien gut schützen: mit Hemd, Höschen, Sonnenhut – und einem guten Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor. Die Stiftung Warentest hat 20 Lotionen und Sprays für Kinder getestet. Erfreulich ist, dass guter Sonnenschutz nicht teuer sein muss. Auch preiswerte Produkte erzielten gute Testergebnisse.
Für Kinder besonders wichtig: ein ausreichend hoher Lichtschutzfaktor. Alle 20 Sonnenschutzmittel im Test versprechen und halten mindestens einen hohen Schutz mit Lichtschutzfaktor 30 und 50, andere mit Faktor 50+ sogar einen sehr hohen. Der empfiehlt sich für besonders lichtempfindliche, extrem hellhäutige Kinder. Alle anderen sind auch mit Lichtschutzfaktor 30 gut versorgt.
Von dem Etikett "wasserfest" ist nicht zu viel erwarten. Ein Sonnenschutzmittel darf sich "wasserfest" nennen, wenn nach zweimal 20 Minuten Baden noch die Hälfte des ursprünglichen Schutzes vorhanden ist. Wer auf Nummer sicher gehen will, cremt sein Kind nach jedem Baden erneut ein. Jedoch kann die Schutzdauer pro Tag durch mehrfaches Auftragen nicht ausgedehnt werden. Die Wirkung stabilisiert sich aber. Ob ein Spray oder eine Milch benutzt wird, ist vor allem Geschmacksache.
Viele Hersteller sind dazu übergegangen, verstärkt anorganische Lichtschutzfilter wie Titandioxid und Zinkoxid einzusetzen – zum Teil in winziger Partikelgröße, so genannten Nanopartikeln. Befürchtung kamen auf, die Nanopartikel könnten durch die Haut in den Organismus wandern – mit unbekannten Folgen. Das Bundesamt für Risikobewertung hat inzwischen Entwarnung gegeben: Nach derzeitigem Stand der Wissenschaft können die in Sonnenschutzmitteln eingesetzten Nanopartikel die Haut nicht durchdringen. Bislang gilt das aber nur für gesunde Haut als erwiesen.
Externer Link, wird in neuem Fenster geöffnetStiftung Warentest, Heft 07/2010
Tipp: Sonnencreme - widersprüchliche Testergebnisse
Externer Link, wird in neuem Fenster geöffnetEinsatz von Nanotechnologie in kosmetischen
Mitteln (pdf), Bundesamt für Risikobewertung (bfr), 2006
nach oben Zuletzt aktualisiert am 20.12.2011