Steht Wellness auf der Verpackung, verkaufen sich solche Getränke wie von selbst. Das können Mischungen mit Tee sowie Mineralwasser mit Zusätzen, Sportgetränke und Energydrinks sein. Sie versprechen nicht nur den Durst zu löschen sondern mit ihren Zusätzen an Nährstoffen oder Kräuterextrakten ein Mehr an Gesundheit und Wohlbefinden.
Diesen Getränken werden laut Packungsgestaltung ganz unterschiedliche Wirkstoffe zugesetzt, doch Mengenangaben fehlen in der Regel. Dabei müssten Zutaten, die im Produktnamen auftauchen, mit ihrem prozentualen Anteil auch in der Zutatenliste stehen. Eine Ausnahme ist nur erlaubt, wenn die Zutat in geringer Menge nur zur Geschmacksgebung verwendet wird. So denkt also der Verbraucher durch die Gestaltung der Verpackung an Wirkstoffe, bekommt aber stattdessen häufig nur wirkungslose Aromen.
Durch die Versprechen der Werbung sind Verbraucher bereit sehr viel mehr Geld für solche Getränke mit vermeintlichem Zusatznutzen auszugeben als für herkömmliche Produkte. Deshalb sind auf dem stagnierenden Markt für alkoholfreie Getränke Functional- und Wellnessdrinks für die Hersteller ein profitables Feld. In vielen Fällen würde aber ein kostenloser Spaziergang oder frisches Obst sehr viel mehr zu Fitness und Wohlbefinden beitragen als der Griff zu einem überteuerten Wellnessgetränk.
nach oben Zuletzt aktualisiert am 04.06.2007