Meist bemerkt man es schon seit längerer Zeit, aber plötzlich geht dann gar nichts mehr: Der Abfluß ist verstopft. Schnelle Hilfe versprechen die zahlreichen angebotenen chemischen Rohrreiniger, die auch vorbeugend angewendet werden sollen.
Das Problem: Die darin enthaltenen aggressiven Substanzen gehören zu den gefährlichsten Produkten im Haushalt. Bei der Reaktion der eingesetzten Substanzen werden Gase freigesetzt und Temperaturen bis zu 80 Grad erzeugt. Abflußrohre können korrodieren oder sich durch die Hitze verformen. Zudem kann man sich beim Hantieren am Abfluß durch Spritzer schwere Verätzungen an Augen und Haut zuziehen. Neben diesen Gefahren belasten die Mittel besonders bei häufiger vorbeugender Anwendung die Gewässer. Was die neuerdings angebotenen sogenannten Bio-Abflußreiniger leisten, ist nicht belegt. Das Abwasser belasten sie aber ebenfalls.
Der Umwelttipp: Ein Erfolg ist auch mit chemischen Mitteln nicht garantiert, insbesondere wenn der Pfropf tief sitzt. Diese Präparate können dann sogar zu einer nicht mehr entfernbaren Verhärtung führen. Sitzt die Verstopfung oben im Rohr, helfen eine mechanisch wirkende Saugglocke ("Pümpel") oder eine Reinigungsspirale ebenso gut. Oft hilft es auch, den Siphon abzuschrauben und mit einer Bürste zu reinigen. Verstopfungen vermeiden kann man ganz einfach mit einem kleinen Metallsieb auf dem Abfluß, das Haare und Speisereste zurückhält. Kunststoffsiebe hingegen schwimmen auf und lassen sich nicht so gut reinigen.
nach oben Zuletzt aktualisiert am 04.06.2007