In vielen Haushalten ist die praktische Alu-Folie zu finden. Mit ihr kann man z.B. Pausenbrote einwickeln, Schüsseln mit Essensresten abdecken oder Lebensmittel zum Einfrieren sicher verpacken. Die dünne, flexible Folie ist geschmacksneutral, aromadicht und lässt sich problemlos auch um krumme Hühnerschenkel wickeln.
Doch für so einen kurzlebigen Einsatz sollte Aluminium nicht verwendet werden. Auch wenn das Metall sehr häufig in unserer Erdkruste vorkommt, der Abbau ist äußerst aufwendig. Besonders in Südamerika, Indonesien oder Westafrika wird Bauxit, das den Rohstoff Aluminiumoxid enthält, im Landschaft zerstörenden Tagebau gefördert. Um eine Tonne Aluminium zu produzieren sind rund vier Tonnen Bauxit nötig. Dabei wird viel Energie und Chemie mit hochgiftigen Abfallprodukten eingesetzt, was die Umwelt stark belastet.
Fast immer lässt sich im Haushalt eine Alternative zur Alufolie finden. Pausenbrote werden in Kunststoffdosen transportiert oder in Butterbrotpapier gewickelt. Die Anschaffung langlebiger Frischhaltedosen in verschiedenen Größen macht sich schnell bezahlt. Käseglocken oder mit Tellern abgedeckte Schüsseln leisten immer noch gute Dienste. Auch beim Einkaufen sollte man auf Einwegpackungen aus Aluminium möglichst verzichten.
Alu-Folien gelten im Allgemeinen als gesundheitlich unbedenklich, stark säure- oder salzhaltige Lebensmittel sollten aber nicht damit eingeschlagen werden. Aus der Folie könnten Aluminiumteilchen in die Nahrung gelangen.
Wenn Aluminium verwendet wird, sollte es unbedingt dem Recycling zugeführt werden. Das reine Metall ist gut wieder zu verwenden. Das spart u.a. rund 95% Energie. Da es nicht magnetisch ist, haben manche Sortierbetriebe aber Probleme mit dem Aussortieren. Getrenntes Sammeln ist daher sinnvoll.
nach oben Zuletzt aktualisiert am 04.06.2007