
An den kommenden Feiertagen werden viele Festbraten in den Backöfen köstliche Düfte verbreiten. Die anschließend notwendige Reinigung der Backröhre macht sehr viel weniger Freude.
Von Bratenspritzern und Speiseresten reinigt man den Backofen am besten, wenn er noch warm ist, dann genügt meist schon eine normale Spülmittellauge. Tage oder gar Wochen später werden die Krusten und zähen Fettfilme zu einer echten Herausforderung.
Von Backofenreinigern darf man keine Wunder erwarten. Selbsttätig, wie es die Hersteller behaupten, reinigen sie nicht. Mit Laugen oder Tensiden, die auch in normalen Haushaltsreinigern stecken, wird das Fett gelöst. Häufig sind die Backofenreiniger mit dem Gefahrstoffhinweis reizend oder ätzend gekennzeichnet. Deshalb sollten beim Putzen Gummihandschuhe getragen werden. Sehr wichtig ist gründliches Nachwischen, sonst verteilt man nur das Fett im Ofen. Manche Produkte müssen im warmen Ofen einwirken (max. 50 Grad C), hinterher gut lüften und die Dämpfe nicht einatmen.
Gesundheitsgefährdende Substanzen enthalten die meisten Reiniger nicht, auf Dosen mit Treibgas sollte wegen der Belastung der Atmosphäre aber verzichtet werden.
Eine sehr bequeme technische Lösung bieten selbstreinigende Herde. Dabei wird die Bratröhre bis zu 500 Grad C aufgeheizt. Bei diesen hohen Temperaturen und relativ geringer Luftzufuhr verschwelen die Rückstände oder verbrennen zu Asche. Nach dem Abkühlen braucht man nur noch mit einem feuchten Tuch nachzuwischen. Moderne Herde benötigen dafür zwischen 2,3 und 4,7 kWh an Energie. Die verstärkte Wärmedämmung und gute Türdichtungen verringern aber gleichzeitig den Stromverbrauch im normalen Back- und Bratbetrieb um fast 20%. Für alle, die gerne und viel Braten und Backen, sind Herde mit pyrolytischer Selbstreinigung eine saubere und lohnende Sache.
nach oben Zuletzt aktualisiert am 04.06.2007