Der Badezimmerputz gehört zu den besonders lästigen Aufgaben im Haushalt. Durch Kalk, Seifen- und Schmutzreste werden Waschbecken und Badewanne immer wieder in kürzester Zeit unansehnlich. Bisher hilft da nur regelmäßiges putzen und trocken wischen.
Ganz wird man auch in Zukunft nicht darauf verzichten können. Die sich selbst reinigende Wanne wird es nicht geben. Mit superglatten Glasuren verbessern aber inzwischen viele Markenhersteller von Sanitärkeramik die Reinigungseigenschaften ihrer Produkte. Den Technikern ist es gelungen, die mikroskopisch kleinen Poren in der Glasur noch weiter zu glätten. Kalk und Schmutz können dadurch schlechter haften und sind mit etwas Wasser leicht abzuwischen. Der weitgehende Verzicht auf Reinigungsmittel entlastet das Abwasser. Ein wenig mildes Reinigungsmittel ist nur noch bei hartnäckigen Verschmutzungen nötig. Scharfe Scheuermittel dürfen gar nicht verwendet werden, sie verletzen die Glasur.
Die reinigungsfreundlichen Oberflächen versprechen ein Verkaufsschlager zu werden. Noch gibt es sie nicht in allen Kollektionen, aber das Angebot wächst. Allerdings muss für die neue Putzfreundlichkeit ein Aufschlag von 15 bis 30 Prozent bezahlt werden. Mit der neuen, glatten Oberflächen werden auch Wandfliesen angeboten. Für Bodenfliesen gibt es bisher noch keine Glasur, die widerstandsfähig genug ist.
Auch über die Vermehrung von Bakterien auf der Oberfläche von Waschbecken oder der Toilette haben sich die Techniker Gedanken gemacht. Bei einigen Herstellern bekommen die Glasuren einen geringen Zusatz von Silber. Silberionen sind gesundheitlich völlig unbedenklich. Sie verändern bestimmte Molekülketten der Bakterienhülle, was zur Folge hat, dass die Bakterie sich nicht mehr teilen kann.
nach oben Zuletzt aktualisiert am 04.06.2007