Fast 90 Prozent aller Pfannen, die 2004 verkauft wurden, waren antihaftbeschichtet. So lange die Beschichtung intakt ist, gibt es auch keine Probleme mit Pfannkuchen oder Bratkartoffeln. Doch fast jeder hat schon die Erfahrung gemacht, dass sich schon bei wenigen Kratzern in der Beschichtung das Bratgut schlechter löst. Der Gedanke, dass kleine Fitzelchen der Beschichtung in die Bratkartoffeln gelangen, ist auch nicht gerade angenehm.
Bei den meisten Pfannen, besonders bei vielen Billigmodellen, machte die Beschichtung im Praxistest von Öko-Test schlapp. Die Küchenutensilien wie Pfannenwender oder Schneebesen sollten ausschließlich aus Holz- oder Kunststoff bestehen. Metall beschädigt die Beschichtung.
Die Beschichtung Polytetrafluorethylen (PTFE) ist unter dem Warenzeichen Teflon bekannt. PTFE ist wegen seiner vielfältigen Talente nicht nur für Bratpfannen und Backformen beliebt. Das Material findet sich auch in Membranen für Funktionsbekleidung, in Dichtungen, wird in der Medizin für Katheder und Kanülen verwendet sowie für Zahnseide. PTFE nimmt kein Wasser auf und stößt Öl ab. Es ist geruch- und geschmacklos und hält nahezu jeder Chemikalie stand. Für die Herstellung von Teflon werden jedoch perfluorierte organische Verbindungen benötigt. Die giftigen Chemikalien lassen sich inzwischen fast überall in Mensch und Umwelt zwischen Äquator und Polkappen nachweisen. Beim Braten gehen in der Regel keine Schadstoffe in die Nahrung über. Auch eine angeschlagene Beschichtung ist nicht gesundheitsschädlich. Kritisch wird es, wenn man die leere Pfanne auf dem Herd vergisst und die Pfanne überhitzt.
Braten bei niedrigen Temperaturen schont nicht nur das Material sondern vermindert auch die Entstehung von Acrylamid. Fleisch lässt sich besser in einer Edelstahl- oder gusseiserne Pfanne scharf anbraten.
Weitere Informationen:
Externer Link, wird in neuem Fenster geöffnetÖko-Test, Heft 12/2005
nach oben Zuletzt aktualisiert am 12.06.2007