Um Kleidung, Geschirr oder die menschliche Haut von Fetten und Schmutz zu reinigen, werden Tenside eingesetzt. Die wohl ältesten Tenside sind die Seifen. Ihre Herstellung war schon den alten Ägyptern und auch den Germanen bekannt. Heute setzt man zum Waschen fast nur noch synthetische Tenside ein. So werden Tenside in Geschirrspülmitteln für die Hand- und Maschinenreinigung, Klarspülern, diversen Haushaltsreinigern, Schampoos, Duschgelen, Handwaschpasten, Waschmitteln und Weichspülern verwendet.
Europäische Kommission schlägt EU-weite Regeln zur Risikobewertung und Kennzeichnung von Waschmitteln vor. Mit der Detergenzienverordnung will sie strengere Anforderungen zur Abbaubarkeit von Tensiden verbindlich einführen und Verbraucher über Inhaltsstoffe besser informieren. Zur Zeit verlangt das deutsche Wasch- und Reinigungsmittelgesetz von Tensidherstellern nur, die biologische Primärabbaubarkeit von anionischen und nichtionischen Tensiden zu ermitteln. Dabei wird geprüft, wie schnell ein Stoff seine Eigenschaften als Tensid verliert. Künftig sollen (mit Ausnahmen) nur jene Chemikalien als Tenside eingesetzt werden, die binnen vier Wochen unter strengen Laborbedingungen zu 60 Prozent vollständig abgebaut sind. Das entspricht in einer funktionierenden Kläranlage einer Abbaurate von 95 bis 98 Prozent.
Wichtig für den Verbraucher ist, dass die Europäische Kommission die Hersteller von Wasch- und Reinigungsmitteln auch verpflichten will, bestimmte Inhaltsstoffe zu benennen. Dazu gehören Enzyme, Duftstoffe, Desinfektions- und Konservierungsmittel. Zur Zeit müssen die Hersteller nur informieren, of ihr Produkt Duftstoffe enthält. Sie müssen aber nicht den Namen angeben, obwohl genau das für Allergiker wichtig sein kann. Die exakten Rezepturen bleiben aber geheim.
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