Wenn es draußen stürmt und nasskaltes Wetter unsere Stimmung vermiest, macht man es sich drinnen umso gemütlicher. Doch passende Musik, Beleuchtung und warme Getränke reichen vielen nicht aus um Wohlbefinden zu erzeugen. Für sie gehören Düfte mit dazu. Doch die Duftöle in Aromalämpchen, Duftkerzen und Raumparfüms enthalten häufig Allergie auslösende, sensibilisierende und hautreizende Stoffe.
Duftstoffe, sowohl natürliche als auch künstliche, sind mittlerweile nach Nickel die zweithäufigste Ursache für Kontaktallergien. Die Haut fängt an zu jucken, es bilden sich Ekzeme oder gar Ausschläge am ganzen Körper. In der Regel sind die Inhaltsstoffe von Düften nicht deklariert, oft fehlen selbst die vorgeschriebenen Gefahrenhinweise. Wer seinem Zimmer mit Aromastoffen, egal ob künstlich oder natürlich, eine besondere Note verleiht, sollte bedenken, dass Duftstoffe nichts anderes sind als flüchtige organische Verbindungen, mit denen die Raumluft zusätzlich belastet wird. Die Stiftung Warentest hat festgestellt, dass die untersuchten Duftöle und Duftkerzen große Mengen an Allergie auslösenden Riechstoffen enthalten; "weihnachtliche" Düfte vor allem Zimtaldehyd, aber auch Eugenol und Isoeugenol. Wer zehn Tropfen eines solchen Öls in sein mit Wasser gefülltes Aromalämpchen träufelt und im Wohnzimmer verdampfen lässt, atmet eine Luft, deren Richtwert für Terpene in Wohnräumen um das 400 fache überschritten wird. Solche Mengen sind allenfalls vorübergehend zumutbar.
Üble Gerüche nicht mit Düften überdecken, sondern deren Ursache beseitigen. Drei Tropfen Öl in der Aromalampe reichen meist. Da die Nase sich mit der Zeit an den Duft gewöhnt; nicht vorschnell nachfüllen sondern vorher das Zimmer kurz verlassen. Nach jeder Beduftung das Fenster unbedingt weit öffnen und quer lüften.
nach oben Zuletzt aktualisiert am 04.06.2007