Waschmittel waschen weißer als weiß, Buntes bleibt bunt und die Fasern werden geschont. Das Waschergebnis lässt sich wohl kaum noch verbessern. Daher gehen den Herstellern schon seit Jahren die Werbeargumente aus. Die Folge: Neue Produkte müssen auf den Markt.
Um den Hausfrauen und -männern das angeblich so lästige Dosieren zu ersparen, gibt es schon länger Tabs aus komprimiertem Pulver. Jetzt wurde die Idee auch auf Flüssigwaschmittel übertragen. Das konzentrierte Waschmittel wird in kleine Beutel aus auflösbarer Folie gefüllt. Egal ob Pulvertablette oder Beutel, es muss immer eine Portion in die Wäsche. Bei weichem Wasser oder nur leicht verschmutzter Wäsche bedeutet das Überdosierung. Besser waschen können Flüssigwaschmittel auch nicht, sie enthalten sogar mehr umweltbelastende Tenside als Pulver.
Im Waschversuch der Stiftung Warentest lösten sich die Folien nicht so schnell auf, wie die Werbung verspricht. Meist waren die Folienreste aber nach dem Spülen verschwunden. Wenn die Tabs jedoch ans Türgummi rutschten, hatten sie zu wenig Wasserkontakt. Dann tauchten zum Teil noch schleimige Reste in der geschleuderten Wäsche auf.
Die Beutelchen sind relativ empfindlich und können leicht auslaufen. Fallen lassen sollte man die Packung nicht. Ein Hersteller versucht, das Problem mit einer äußerst aufwendigen Verpackung zu lösen. Die Flüssig-Tabs ruhen wie Pralinen in separaten Plastikschalen. Da sie auch noch etwa doppelt so viel kosten wie herkömmliche Waschmittel und keine Vorteile bieten, sind diese Produkte schlicht überflüssig.
Bei herkömmlichen Waschmitteln sollte man sich an die Dosierempfehlungen halten. In Bremen kommt weiches Wasser aus der Leitung. Dosierbecher für Pulver- oder Flüssigwaschmittel schicken die Hersteller kostenlos zu.
Weiter Informationen:
Externer Link, wird in neuem Fenster geöffnetStiftung Warentest, Heft 07/2002, suche "Tabs mit Flüssigwaschmittel"
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