Seit einiger Zeit häufen sich, besonders in den Wintermonaten, die Anfragen zu plötzlich auftretenden dunklen Ablagerungen in Innenräumen auf Wand-, Fenster- und Möbelflächen. In den meisten Fällen ergaben chemische Untersuchungen der öligen Beläge, daß es sich nicht um Ruß aus Öfen oder Kaminen handelte.
Das Problem: Fast immer bildet sich der erhebliche Schmutzfilm in der Heizperiode, die meisten Wohnungen sind im vorangegangenen Sommer umfangreich renoviert oder erstmals bezogen worden. Häufig beruht der Effekt darauf, daß sich die aus kunststoffhaltigen Wohnungsausstattungen ausgasenden Verbindungen auf dem in jeder Wohnung vorhandenen Feinstaub niederschlagen und als grau-schwarzer Belag rekondensieren. Als Übeltäter werden schwerflüchtige organische Verbindungen, wie z.B. längerkettige Kohlenwasserstoffe, Weichmacher und Alterungsschutzmittel verantwortlich gemacht. Da es keine gesicherten Erkenntnisse über gesundheitliche Schädigungen gibt, können diese auch nicht ausgeschlossen werden.
Der Umwelttipp: Einem Fogging-Effekt und möglichen Gesundheitsgefahren läßt sich am besten durch die Vermeidung von besonders ausdünstenden Materialien vorbeugen: Teppichboden mit Textil- statt Schaumrücken, Auslegware nicht verkleben, keine Tapeten aus Vinyl sondern aus Papier, Farben und Lacke sorgfältig auswählen, Vollholzmöbel statt kunststoffbeschichteter Spanplatte. Nach allen Renovierungsarbeiten sollte über viele Monate hinweg regelmäßiges Lüften nicht vergessen werden.
nach oben Zuletzt aktualisiert am 04.06.2007