Mehr als zehn Jahre ist es her, dass Stiftung Warentest zuletzt Geschirrspülpulver getestet hat. Die Pulverreiniger waren etwas aus der Mode gekommen, in vielen Geschäften suchen Verbraucher sie sogar vergeblich. Nur die modernen Multifunktionstabs reinigen wirklich gut, so denken viele.
Auch die Tester waren von dem Pulver-Ergebnis überrascht. So gut waren Pulver noch nie. Dabei sind sie in der Regel auch noch deutlich preiswerter als die praktischen Tabs. Ihre kleinen Nachteile: Sie müssen richtig dosiert werden und Klarspüler und Enthärtersalz sind nicht automatisch enthalten. Das sind aus Umweltsicht aber auch die großen Vorteile. Meist reichen 20 Gramm völlig aus. Wenig Verschmutztes, Kurzprogramme oder 45 cm breite Geschirrspülmaschinen brauchen noch weniger. Mit Dosierhilfen, die es bei manchen Anbietern kostenlos gibt, oder den Markierungen in der Dosierkammer des Geschirrspülers lässt sich die Menge individuell bestimmen.
Besonders sinnvoll ist Pulver in Bremen. Hier fließt aus den meisten Hähnen weiches Wasser. Der örtliche Wasserversorger gibt darüber Auskunft. Die Wasserhärte ist aber auch auf der Stromrechnung der swb zu finden. In den Multitabs ist dagegen bereits Salz enthalten, auf das hier verzichtet werden kann. Zu weiches Wasser kann Glas sogar auslaugen. Auf Klarspüler sollte jedoch nicht verzichtet werden.
Stiftung Warentest hat 17 Produkte eingekauft, viel mehr war auf dem Markt auch nicht verfügbar. Immerhin 14 haben mit "gut" abgeschnitten, lediglich zwei Pulver enttäuschten. Darunter das umweltschonende Sodasan. Es enthält weder Phosphate noch schmutzlösende Enzyme. Das schont die Gewässer, nur leider blieb im Test das Geschirr dreckig. Anders als bei Waschmitteln erreichen phosphatfreie Geschirrspülmittel häufig nicht die gewünschte Qualität.
Externer Link, wird in neuem Fenster geöffnetStiftung Warentest, Heft 05/2011
nach oben Zuletzt aktualisiert am 27.04.2012