Auch bei Geschirrspültabs gibt es Ökoprodukte. Sie heißen "nature", "ökologisch" oder "grün", sind phosphatfrei und belasten die Gewässer kaum. Sie stehen im Ökoladen, aber auch bei Discountern und Drogerieketten. Der Nachteil nur: Die meisten Bioreiniger für die Spülmaschine taugen nichts. Nur zwei Ökotabs spülen sauber und gleichzeitig umweltschonend. So das Urteil von Stiftung Warentest. Die Tester empfehlen mit der Note gut als Solotab "fit – Grüne Kraft classic". Schon der zweitplatziert "OPM Grün" reinigt nur mittelmäßig und greift Silberteile stark an. Öko-Multitabs erreichten höchstens ein "ausreichend".
Anders als bei Waschmitteln lässt sich auf Phosphat bei Geschirrspültabs wohl kaum verzichten. Phosphate halten den abgelösten Schmutz im Spülwasser, damit er sich nicht auf dem Geschirr absetzt. Daneben enthärten sie das Wasser, um Kalkablagerungen zu verhindern. Ersatzstoffe zeigten in der Vergangenheit unschöne Nebeneffekte. Sie machten das Geschirr kaputt.
Da in Bremen weiches Wasser aus dem Hahn fließt, sind Kalkbeläge bei der Nutzung von Ökotabs kaum zu erwarten. Auf Salzzugabe sollte auch bei konventionellen Geschirrspülreinigern verzichtet werden. Sie ist in Bremen überflüssig und belastet die Kläranlagen.
Schwerer wiegt, dass bei etlichen Ökotabs das Geschirr fast so schmutzig aus der Maschine kam, wie es hinein gestellt wurde. Dabei sind Enzyme wie Proteasen und Amylasen, aber auch Tenside und Bleichmittel ähnlich wie in herkömmlichen Reinigern. Manche fehlen allerdings komplett oder unterscheiden sich in Qualität, Menge und Zusammensetzung.
Ökotabs spülen umweltschonender als klassische Mittel. Im Praxistest können sie aber kaum mithalten. Ein Umstieg auf phosphatfreie Tabs ist daher mit Ausnahme der Testsieger leider nicht zu empfehlen.
Externer Link, wird in neuem Fenster geöffnetStiftung Warentest, Heft 09/2010
Umwelttipp: Geschirrspültabs, gute Noten für Multitabs
nach oben Zuletzt aktualisiert am 02.01.2012