Wer einmal eine Spülmaschine besaß, kann sich eine Küche ohne diesen praktischen Helfer wohl kaum noch vorstellen. Nicht nur der lästige Abwasch wird abgenommen, die Küche sieht auch immer aufgeräumt aus. Die Hersteller von Maschinengeschirrspülmitteln versprechen immer mehr. Waren zuerst 3in1-Tabs mit Reiniger, Klarspüler und Enthärter der letzte Schrei, bieten die heutigen Multitabs zum Beispiel zusätzlichen Glasschutz oder mehr Silber - und Edelstahlglanz.
Noch vor zwei Jahren empfahlen die Tester von Stiftung Warentest für die Spülmaschine Solotabs mit separatem Klarspüler und Enthärtersalz. Sie waren nicht nur günstiger, auch die Reinigungsleistung übertraf häufig die Multitabs. Doch die Hersteller haben die Rezepturen der Alleskönner verfeinert. Dank optimierter Zusammensetzung und besseren Zutaten reinigen viele Multitabs heute besser als die meisten Solisten. Sie verhindern wirkungsvoll Kalk- und Wasserflecken und sorgen für glänzendes Geschirr ohne hässliche Schlieren. In Solotabs scheinen Markenanbieter kaum noch zu investieren.
Im Spülgang bei 50 Grad Celsius wurden fast alle Reiniger "gut" mit dem Schmutz fertig. Das Versprechen, auch schon bei 40 Grad Celsius blitzblank zu putzen, konnten die meisten Tabs dagegen nicht einhalten. Enzyme, die Eiweiß und Stärke zersetzen, und Bleichmittel werden im sanften Niedrigtemperaturprogramm nicht ausreichend aktiviert. Für wenig verschmutztes Geschirr oder Gläser kann das Sparprogramm trotzdem empfohlen werden.
Kunststoffteile verfärben mit der Zeit bei allen Tabs durch farbintensive Speisereste wie zum Beispiel Ketschup. Ebenso wie Geschirr mit Aufglasurdekoren sollte alles mit der Hand gespült werden, was einem sehr am Herzen liegt.
In Bremen fließt aus den meisten Hähnen weiches Wasser. Die Wasserhärte ist auch auf der Stromrechnung der swb zu finden. In den Multitabs ist bereits Salz enthalten, auf das hier eigentlich verzichtet werden könnte. Auf keinen Fall sollte daher zusätzlich Enthärtersalz verwendet werden. Zu weiches Wasser kann Glas auslaugen.
Geschirrspülmittel enthalten im Gegensatz zu Waschmitteln Phosphate, die die Gewässer belasten. Notgedrungen werden sie vom Umweltbundesamt geduldet, weil sie effektiver enthärten als Ersatzstoffe wie Zitrate oder Polykarboxylate.
Kritisch sind auch Perborate, die giftig für Fische sind. Deutlich harmlosere Sauerstofflieferanten, die eingesetzt werden um das Geschirr zu bleichen, sind die von einigen Herstellern verwendeten Percarbonate.
Externer Link, wird in neuem Fenster geöffnetStiftung Warentest, Heft 03/2010
Umwelttipp Geschirrspülmaschinen
Umwelttipp phosphatfreie Geschirrspültabs
nach oben Zuletzt aktualisiert am 03.09.2010