Wer einmal eine Spülmaschine besaß, kann sich eine Küche ohne diesen praktischen Helfer wohl kaum noch vorstellen. Nicht nur der lästige Abwasch wird abgenommen, die Küche sieht auch immer aufgeräumt aus. Kein Wunder, dass man da bequem wird. Früher musste zur Reinigung ein Pulver oder Tab eingefüllt und alle paar Wochen zum Entkalken ein Regeneriersalz und für den Glanz ein Klarspüler nachgefüllt werden. Jetzt gibt es alles fix und fertig in 3-in-1-Geschirrspültabs.
Die Kombi-Tabs kosten deutlich mehr als konventionelle Tabs oder Pulver, dennoch liegt ihr Marktanteil inzwischen bei über 60 Prozent. Trotz höheren Preises können sie in der Spülleistung mit herkömmlichen Reinigern nicht konkurrieren. Besonders schlechte Noten bekommen die modernen Reiniger aber wegen ihrer deutlich höheren Umweltbelastung.
Nachdem in den achtziger Jahren die Phosphate aus den Waschmitteln fast völlig verschwunden waren, sind Geschirrspülmittel heute die größten Verursacher von Gewässerbelastungen mit Phosphaten. Bis zu 60 Prozent beträgt der Anteil der Wasserenthärter in den Produkten. Wenn Kläranlagen die Phosphate nicht aufwendig aus dem Abwasser entfernen, düngen sie die Gewässer und bewirken verstärktes Algenwachstum. Da in Bremen weiches Wasser aus den Leitungen fließt, kann mit Pulver sparsam entsprechend der Wasserhärte dosiert werden. Selbst wenn diese phosphathaltig sind, lässt sich die Belastung so reduzieren. Auch konventionelle Tabs haben einen geringeren Phosphatanteil als 3-in-1-Tabs. Der genaue Härtegrad ist zum Beispiel auf den Stromrechnungen (!) der swb Enordia zu finden.
Kritisch sind auch Perborate, die giftig für Fische sind. Deutlich harmlosere Sauerstofflieferanten, die eingesetzt werden um das Geschirr zu bleichen, sind die von einigen Herstellern verwendeten Percarbonate.
nach oben Zuletzt aktualisiert am 04.06.2007