Zigarettenqualm ist häufig die wichtigste Schadstoffquelle im Haus, doch auch aus Baumaterialien, Farben, Lacken und Einrichtungsgegenständen kann manch bedenklicher Stoff ausgasen. Als Heimwerker oder als Kunde in Möbelhäusern und Teppichläden kann jeder selbst dazu beitragen, möglichst wenig Schadstoffe ins Haus zu holen. Anders als im Lebensmittelbereich bieten jedoch Hinweise wie Bio oder Öko keine verlässliche Orientierung bei der Suche der umweltgerechten Produkten. Da hilft das Umweltzeichen Blauer Engel. Die ausgezeichneten Produkte sind nicht unbedingt schadstofffrei. Die Verbraucher können sich aber darauf verlassen, dass die Produkte bestimmte Qualitätskriterien einhalten.
Mit am bekanntesten ist der Blaue Engel bei Lacken. Im Privatbereich liegt der Marktanteil von Blauer-Engel-Lacken bei 70 Prozent. Es gibt strenge Grenzwerte für bedenkliche Zusatzstoffe, der Lösungsmittelgehalt der Lacke ist gering und gesundheitsgefährdende Weichmacher dürfen nicht enthalten sein.
Formaldehyd, das farblose, stechend riechende Gas, ist immer noch ein Problem. Da es sehr viele Quellen für diesen gesundheitsbelastenden Stoff gibt, kann die Konzentration in der Raumluft leicht bedenkliche Konzentrationen erreichen. Formaldehyd gast zum Beispiel aus Wandfarben, Holzwerkstoffen, Laminaten oder Möbeln aus. Der Blaue Engel mit dem Hinweis -weil emissionsarm- schützt vor hoher Formaldehydbelastung. So darf aus Holzwerkstoffen wie Spanplatten nur die Hälfte des gesetzlich Erlaubten entweichen. Auch das beliebte Laminat, Parkett und Möbel gibt es mit Blauem Engel.
Das Umweltbundesamt hat zu diesen Themen einen kostenlosen Ratgeber Gesund wohnen mit vielen Informationen herausgegeben, der auch über das Internet abrufbar ist.
Weitere Informationen und Download des Ratgebers:
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