
Ob auf dem festlich gedeckten Tisch oder am Weihnachtsbaum, Kerzen gehören einfach dazu. Der warme, sanft flackernde Kerzenschein verbreitet eine angenehme Stimmung.
Die meisten handelsüblichen Kerzen bestehen aus Paraffin, einem billigen Erdölprodukt. Als besonders tropffest gelten Kerzen aus Stearin, einem Wachs, das aus tierischen oder pflanzlichen Ölen und Fetten gewonnen wird. Die Kerzen rußen auch weniger als Paraffin-Kerzen. Beliebt sind auch Kerzen aus Bienenwachs, die einen angenehmen, leichten Duft verströmen. Eigentlich ist Bienenwachs zu schade zum Verbrennen, da dieser wertvolle Rohstoff nur begrenzt zur Verfügung steht. Er wird in der Kosmetikherstellung und als Oberflächenbehandlung für Holz benötigt. Bienenwachskerzen sind daher nur etwas für besondere Anlässe. Duftkerzen belasten die Raumluft deutlich weniger mit Allergie auslösenden Stoffen als zum Beispiel Öllämpchen, dennoch sollten sie nur sparsam eingesetzt werden.
Untersuchungen zeigen, dass Kerzenrauch im Allgemeinen als gesundheitlich unbedenklich einzustufen ist. Zum Vergleich: nur eine Zigarette erzeugt deutliche höhere Konzentrationen an zum Beispiel Formaldehyd als 30 brennende Kerzen. Dennoch sollten Kerzen möglichst rußarm abbrennen und nicht ausgeblasen werden (besser den brennenden Docht mit einem Streichholz in das flüssige Wachs tauchen). Auch müssen die Räume gut belüftet werden, ohne Zugluft zu erzeugen.
Eine Orientierungshilfe beim Kauf bietet das "RAL-Gütezeichen Kerzen", mit dem rund 70 Prozent aller Kerzen ausgezeichnet sind. Es verpflichtet Hersteller, mit möglichst schadstoffarmen Rohstoffen, Farben und Lacken zu arbeiten. Allerdings setzt sich die Gütegemeinschaft aus Kerzenherstellern zusammen, was die Unabhängigkeit des Gütezeichens leider einschränkt.
Externer Link, wird in neuem Fenster geöffnetGütezeichen Kerzen
nach oben Zuletzt aktualisiert am 09.12.2008