Lampenöle werden als Brennstoff für Zierlampen verwendet und sind wie bestimmte andere flüssige Kohlenwasserstoffe gefährlich und toxisch beim Verschlucken. Da die gefärbten und duftstoffhaltigen Lampenöle auf Kinder eine besondere Anziehungskraft ausüben, ist der Verkauf farbiger und parfümierter Öle, die auf den besonders gefährlichen Petroleumdestillaten bzw. Paraffinen basieren, seit Jahren verboten. Aber farblose unparfümierte Lampenöle und flüssige Grillanzünder aus eben diesen Rohstoffen dürfen weiterhin verkauft werden, obwohl sie ebenso riskant sind.
Das Problem:
Die herkömmlichen Lampenöle aus Paraffin oder Petroleum sind insbesondere für Kleinkinder gefährlich. Bereits geringste Mengen, wie etwa das Lecken am Docht oder ein kleiner Schluck genügen, um eine chemische Lungenentzündung auszulösen. Die dünnflüssigen, so genannten "kriechenden" Öle breiten sich bis in die feinsten Verästelungen der Atemwege aus und verursachen schwere Gesundheitsschäden. Eine spezifische Therapie ist nicht bekannt, mehrere Kinder starben bereits daran. Im Vergleich zum reinen Petroleum fehlt den paraffinhaltigen Lampenölen der unangenehme Geruch und Geschmack und damit auch eine Warnwirkung.
Der Umwelttipp:
Verwahren und benutzen Sie insbesondere in Haushalten mit Kindern keine Lampenöle oder Grillanzünder aus Petroleum oder Paraffin. Kaufen Sie, wenn überhaupt, Lampenölersatzstoffe nur auf der Basis von "Biodiesel". Diese Öle müssen nicht besonders gekennzeichnet sein und dürfen auch weiterhin gefärbt und parfümiert verkauft werden. Für die Lampenölersatzstoffe fehlen zwar bislang ausreichende Erkenntnisse über die Gesundheitsgefahr beim Menschen, das Risiko ist aber auf jeden Fall entscheidend geringer.
nach oben Zuletzt aktualisiert am 04.06.2007