Es ist noch gar nicht so lange her, da fand sich in den Schlafzimmern unter der Matratze ein simpler Spiralfederrost oder ein Spanngitter. Doch mittlerweile hat man erkannt, dass eine Matratze alleine noch kein gutes Bett ausmacht.
Um eine optimale Lage des Schläfers zu gewährleisten, müssen Matratze und Lattenrost richtig aufeinander abgestimmt sein. Lattenroste bestehen in der Regel aus einem massiven Rahmen, auf dem Federleisten ruhen. Mehrere Holzschichten werden dazu miteinander verleimt und unter Dampf elastisch gemacht. Dadurch können die Federleisten entsprechend der Belastung durch den Schläfer nachgeben oder stützen. Mit Schiebern kann man sie bei einigen Modellen je nach Körperzone weicher oder härter einstellen. Die Leisten stecken bei den meisten Modellen in speziellen Kappen im Seitenholm.
Öko-Test hat Lattenroste sowohl auf ihre Liegeeigenschaften als auch auf Schadstoffe getestet. Insgesamt ist das Prüfergebnis erfreulich. Einige Rahmen fielen sogar durch ihre sehr stabile Bauweise und zum Teil aufwändige handwerkliche Verarbeitung auf. Auch im Schadstofftest hielten sich die Beanstandungen in Grenzen. Bei sechs von 20 gestesteten Lattenrosten wurde jedoch eine erhöhte Formaldehydabgabe bemängelt. Formaldehyd führt schon in geringen Mengen zu Schleimhautreizungen und Kopfschmerzen und gilt als krebsverdächtig. Es steckt häufig im Leimharz von Holzwerkstoffen oder Schichtholz.
Am besten ist es, Lattenrost und Matratze zusammen zu probieren und zu kaufen. In Doppelbetten sind für den Schlafkomfort zwei getrennt Roste empfehlenswert. Je mehr Latten, desto besser ist die Unterstützung des Körpers. Es sollte aber auf genügend Zwischenraum geachtet werden, damit die Feuchtigkeit aus der Matratze ausdünsten kann. Ansonsten kann es schimmeln.
Weitere Informationen:
Externer Link, wird in neuem Fenster geöffnetÖko-Test, Heft 07/2006
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