Im eigenen Bett schlafen die meisten von uns am besten. Vom Kopfkissen bis zur Matratze ist alles vertraut. Nach gut zehn Jahren steht jedoch ein Neukauf an. Besonders bei Matratzen bedeutet das, eine schwierige Entscheidung zu treffen. Da es aus hygienischen Gründen kaum möglich ist, Matratzen umzutauschen, ist ausgiebiges Probeliegen im Geschäft unbedingt zu empfehlen.
Welcher Matratzentyp der Richtige ist, hängt stark von den eigenen Bedürfnissen ab. Federkernmatratzen bieten häufig schlechteren Liegekomfort. Auch lassen sie sich nicht mit verstellbaren Lattenrosten kombinieren. Inzwischen liegen elastische Matratzen wie Latex- oder Schaummatratzen in den meisten deutschen Betten.
Etwa 40 Prozent der jährlich verkauften Matratzen bestehen aus Polyurethan-Kaltschaum. Das Material wird ohne Erhitzen aufgeschäumt, daher der Name. Sie sind relativ leicht und damit beim Drehen und Wenden gut zu handhaben. Von ihrem ehemals schlechten Ruf ist nur noch wenig übriggeblieben. Sie werden nicht mehr mit den Ozonkiller FCKW aufgeschäumt und sind deutlich haltbarer geworden. Liegeeigenschaften und Schlafklima sind laut Stiftung Warentest bei allen getesteten Modellen gut.
Fast alle Hersteller werben mit härteren und weicheren Zonen, die den Körper optimal stützen sollen. Experten halten mehr als drei Zonen quer zur Körperachse nicht für sinnvoll, da die Menschen unterschiedlich groß sind.
Fast alle Matratzen rochen am ersten Tag nach dem Auspacken mehr oder weniger unangenehm. Eine unmittelbare Gesundheitsgefahr geht von den Gerüchen zwar nicht aus, eine Belästigung sind sie aber allemal. Dagegen hilft in den ersten Tagen und Wochen verstärktes Lüften. Erfreulich sind die Schadstoffmessungen ausgefallen. Anders als in früheren Tests haben die Labore keine Problemstoffe in kritischen Konzentrationen gefunden.
Weitere Informationen:
Externer Link, wird in neuem Fenster geöffnetStiftung Warentest, Heft 10/2007
nach oben Zuletzt aktualisiert am 24.10.2007