Zwei Drittel aller Haushalte haben bereits ein Mikrowellengerät. Kleinere Portionen lassen sich damit schnell und ohne anzubrennen erwärmen. Im Gegensatz zu Pfanne und Backofen, die mit Wärmestrahlung das Essen von außen erwärmen, erzeugt die Mikrowellenstrahlung über ein hochfrequentes elektromagnetisches Wechselfeld eine starke Wärmeentwicklung im Essen selbst.
Die wichtigsten Fragen zu Mikrowellengeräten sind: Sind die Geräte gefährlich? Schmeckt das Essen? Bleiben Nährstoffe erhalten? Mikrowellen haben biologische Wirkungen und können die Gesundheit beeinträchtigen. Doch die Leckstrahlung aus den Geräten ist im Allgemeinen sehr gering. Sie kann jedoch zunehmen, je älter das Gerät wird. Im Haushalt läuft das Gerät jedoch nur wenige Augenblicke. Dennoch sollten sich Kinder nicht in der Nähe der laufenden Mikrowelle aufhalten oder gar die Nase am Sichtfenster plattdrücken. Fachleute empfehlen einen Abstand von ein bis zwei Metern einzuhalten. Defekte oder stark verfettete Dichtungen und durchhängende Türscharniere müssen ausgetauscht oder ein Neugerät angeschafft werden.
Der Geschmackstest fällt recht unterschiedlich aus. Für Gemüse ist die Mikrowelle eine eher schlechte Wahl. Das Gemüse wird innen zu weich und außen zu trocken. Bei Nudeln, Aufläufen oder Soßen gibt es nur geringe Unterschiede zum Kochen oder Braten. Dünne Fleischteile trocknen leicht aus. Mit einer Abdeckung lässt sich das Problem verringern.
Bei der ernährungsphysiologischen Betrachtung schneidet die Mikrowelle besser ab als das gängige Kochen. Nährstoffe und Mineralien bleiben ähnlich gut erhalten wie beim Dampfgaren. Allerdings bleiben auch Schadstoffe wie Nitrate erhalten. Nitrathaltiges frisches Gemüse wie Fenchel, Karotten oder Sellerie sollte vor der Zubereitung blanchiert werden. Tiefkühlgemüse ist bereits blanchiert und kann direkt in die Mikrowelle.
Externer Link, wird in neuem Fenster geöffnetÖko-Test, Heft 02/2009
nach oben Zuletzt aktualisiert am 25.02.2009