Lange Zeit waren Seifen etwas aus der Mode gekommen. Waschlotionen, sogenannte Syndets, die den natürlichen Säuremantel der Haut weniger angreifen, waren gefragt. Doch wer eine gesunde Haut hat, hat auch mit den gründlich reinigenden Seifen wenig Probleme.
Seifen sind wieder in, vor allem edle Luxusseifen. Die Hersteller dieser edlen Stücke werben mit der handgefertigten Produktion und den natürlichen Zusätzen. Das in den Seifen enthaltene Glycerin, ein Weichmacher für die Haut, bleibt bei der Handfertigung erhalten und macht sie besonders pflegend.
Das Herstellungsprinzip der festen Seifenstücke hat sich über die Jahrhunderte nahezu unverändert erhalten: Kokosfett, Rindertalg oder Pflanzenöle werden erhitzt, dazu kommt eine Lauge - meist Natronlauge - und das Ganze wird mit einem geringen Zusatz von Wasser gründlich gemischt. Der Seifenmischung können weitere Ingredienzien beigemischt werden wie Kräuter, Blütenblätter, ätherische Öle, Parfüm oder pflegende Substanzen wie Wachse.
ÖKO-TEST hat 34 Seifenstücke und flüssige Lotionen getestet. Dabei handelt es sich ausschließlich um sogenannte Cremeseifen. 24 Produkte haben mit gut oder sehr gut abgeschnitten. Die Testsieger waren allesamt feste Seifenstücke. In den beanstandeten Seifen fanden die Tester unter anderem halogenorganische Verbindungen. Sie gelten als allergieauslösend und reichern sich in der Umwelt an. Auch einige Duftstoffe können für Duftstoffallergiker zum Problem werden. Zwei Flüssigseifen enthalten Formaldehyd/-abspalter, die in der Regel als Konservierungsstoffe eingesetzt werden. Formaldehyd ist ein krebsverdächtiger Stoff, der Schleimhäute reizt und Allergien auslösen kann. Generell sind feste Seifenstücke ergiebiger als flüssige Produkte. Letzter enthalten viel Wasser, das mitbezahlt werden muss.
Weitere Informationen:
Externer Link, wird in neuem Fenster geöffnetÖko-Test, Heft 10/2005
nach oben Zuletzt aktualisiert am 12.06.2007