Bis vor wenigen Jahren gab es Backformen vorwiegend aus Weißblech mit verschiedenen Beschichtungen oder aus Keramik. Noch recht neu auf dem Markt sind Backformen aus Silikon. Die Farbpalette reicht von Knallgelb und Orange über Braun hin zu poppigen Blautönen. Die trendigen Multitalente eignen sich zum Backen, Garen und Frosten, sie machen sich gleichermaßen gut in Ofen, Mikrowelle, Gefrierschrank und Spülmaschine. Da Silikon sehr elastisch ist, sind die Formen unzerbrechlich und lassen sich klein zusammenknautschen. Nach dem Aufrollen gehen sie sofort wieder in ihre alte Form zurück.
Die Tester der Zeitschrift Öko-Test wollten wissen, ob Silikonbackformen ohne Bedenken für die Weihnachtsbäckerei verwendet werden können. 10 von 15 getesteten Produkten schneiden mit sehr gut oder gut ab. Bei drei Formen liegt die Menge der flüchtigen organischen Verbindungen über dem zulässigen Wert, der laut Kunststoffempfehlung des Bundesinstituts für Risikobewertung 0,5 % nicht überschreiten darf. Dies kann ein Zeichen dafür sein, dass das Material nicht sorgfältig genug verarbeitet wurde. Formen aus Silikon müssen, bevor sie auf den Markt kommen, getempert werden. Bei diesem Verfahren wird jede Form einzeln im Ofen ausgehitzt. Das ist zwar nicht aufwändig, erfordert aber einen hohen Energiebedarf und deswegen spart sich das so mancher Hersteller.
Bei den mit gut abgeschnittenen Formen haben die Tester die Stabilität bemängelt. Damit der Teig auf dem Weg zum Ofen nicht ausläuft, sollten die Form schon vor dem Befüllen auf das Backblech oder Rost gestellt werden. Neue Formen sollten erst mit Wasser ausgespült werden und danach leicht eingefettet werden. Auch wenn die Formen aus der Spülmaschine kommen, erhält leichtes Einfetten die Antihaftwirkung.
Weitere Informationen:
Externer Link, wird in neuem Fenster geöffnetÖko-Test, Heft 11/2004
nach oben Zuletzt aktualisiert am 12.06.2007