Hygiene ist wichtig und feuchtes Toilettenpapier erfreut sich wachsender Beliebtheit. Neben trockenem Toilettenpapier sollen die feuchten Tücher am Po für Sauberkeit und guten Duft sorgen und zudem die Haut pflegen. Mit dem Gefühl der Frische gelangen dabei oft auch bedenkliche Duft- und Konservierungsstoffe auf die Haut.
Feuchte Toilettenpapiere bestehen aus einem Faservlies und einer Tränkflüssigkeit. Diese enthält Duft- und Pflegestoffe wie Feuchtigkeitsspender oder Kräuterextrakte, zum Beispiel Kamille, die Entzündungen vorbeugen sollen. Feuchtes Faservlies darf nicht reißen. Um es nassfest zu machen werden häufig Formaldehydharze in das Vlies eingebracht. Deshalb kann man Formaldehyd im Faservlies nachweisen. Da bei der Entnahme jedes Mal Bakterien in den Behälter gelangen, enthalten die feuchten Tücher Konservierungen. Gegen die verwendeten Mittel sind Sensibilisierungen möglich, gelegentlich bildet sich ein Ekzem im Verwendungsbereich.
Bei einer Laboruntersuchung durch Öko-Test fanden sich in 16 von 18 untersuchten Produkten Formaldehyd oder Formaldehydabspalter. Alle Produkte enthielten Duftstoffe, manchmal auch Duftzusätze, deren allergenes Potenzial bekannt ist. Als Stabilisator in Duftmischungen wird zum Teil Diethylphtalat eingesetzt, das von der Haut aufgenommen wird. Phtalate stehen im Verdacht, hormonähnlich zu wirken und Leber, Nieren und Fortpflanzungsorgane zu schädigen.
Das beste Produkt im Test hat lediglich "befriedigend" abgeschnitten, so dass es sich empfiehlt, dem trockenen Toilettenpapier treu zu bleiben.
Wer kein Bidet im Badezimmer besitzt, kann auch mit einem Waschlappen Sauberkeit und Frischegefühl steigern. Da Kinderhaut empfindlicher als die von Erwachsenen ist, sollte feuchtes Toilettenpapier für sie ohnehin nur sehr eingeschränkt verwendet werden.
Weitere Informationen:
Externer Link, wird in neuem Fenster geöffnetÖko-Test, Heft 06/2006
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