
Die Hersteller von Wasch- und Reinigungsmitteln werben seit einigen Jahren mit der Umweltfreundlichkeit ihrer Produkte durch verschiedene Hinweise auf der Verpackung. Oft sind es jedoch nur firmeninterne "Logos", die ohne Beteiligung der Öffentlichkeit und oft ohne tatsächliche umweltspezifische Prüfung des Produkts nur zum Zwecke der Werbung "verliehen" werden.
Seit 2007 steigt das Interesse einiger Hersteller am EU-Umweltzeichen ("Euroblume") für Wasch- und Reinigungsmittel. Waren zunächst vor allem Umweltzeichen für Allzweckreiniger, Badreiniger auf Basis von Zitronensäure und phosphatfreie Maschinengeschirrspülmittel gefragt, so sind es jetzt erstmals auch Umweltzeichen für Waschmittel.
Etwa 600.000 Tonnen Waschmittel, 200.000 Tonnen Weichspüler und 450.000 Tonnen Reinigungsmittel wandern jährlich über die deutschen Ladentheken, um nach Gebrauch in der Kanalisation zu verschwinden. Darin sind in vielen Fällen Stoffe enthalten, die zwar den gesetzlichen Vorgaben entsprechen, aber dennoch die Gesundheit und die Umwelt belasten können. So finden sich in Wasch- und Reinigungsmitteln weiterhin nicht vollständig biologisch abbaubare Substanzen sowie sensibilisierende Stoffe. Zusätzlich enthalten die meisten Maschinengeschirrspülmittel weiterhin gewässerbelastendes Phosphat.
Um Umweltbelastungen zu mindern und trotzdem ein gutes Reinigungsergebnis zu erzielen, sollte man daher beim Einkauf auf Produkte mit dem europäischen Umweltzeichen achten. Das Umweltbundesamt hat an der Entwicklung der Kriterien für dieses Umweltzeichen aktiv mitgewirkt.
Produkte mit Euroblume gibt es zum Beispiel von Fit Grüne Kraft, AS Ökoline Allesreiniger-Konzentrat oder auch als Waschmittel von dalli oder Rei. Auch bei Produkten mit EU-Umweltzeichen ist sparsame Dosierung in Kombination mit Putzschwämmen und –lappen der beste Umweltschutz.
Externer Link, wird in neuem Fenster geöffnetUmweltbundesamt; Wasch- und Reinigungsmittel
Externer Link, wird in neuem Fenster geöffnetKatalog zum europäischen Umweltzeichen (engl.); Zeichennehmer
nach oben Zuletzt aktualisiert am 18.12.2009