
Es ist noch gar nicht so lange her, da musste vor einigen WC-Reinigern gewarnt werden. Doch aggressive anorganische Säuren wie Salz- oder Phosphorsäure werden nur noch selten eingesetzt. Solche Reiniger müssen als -reizend- deklariert werden.
Heute enthalten die meisten WC-Reiniger organische Säuren wie Ameisen-, Essig- oder Zitronensäure. In diesem Fall haben die konventionellen und die biologischen Produkte die selben Wirkstoffe. Vorsicht ist trotzdem geboten. Nicht alle Materialien vertragen säurehaltige Mittel, dazu gehören zum Beispiel Fußböden aus Marmor. Auch die Haut sollte geschützt werden. Saure WC-Reiniger dürfen auf keinen Fall zusammen mit alkalischen Sanitär- oder Abflussreinigern verwendet werden. Dabei kann giftiges Chlorgas entstehen.
Am besten ist es, bei Bedarf mit der Bürste nachzureinigen um Ablagerungen von vornherein zu verhindern. Bei weichem Wasser sind Spezialreiniger nur selten erforderlich. Auch Essig- oder Zitronensäure lösen Kalkablagerungen. Nicht geeignet sind Sanitärreiniger, da sie im Gegensatz zu WC-Reinigern eher alkalische Wirkstoffe einsetzen. Damit lassen sich gut fettige und eiweißhaltige Verschmutzungen entfernen, bei Kalk und Urinsteinablagerungen helfen sie nicht.
Erfreulich ist das Testergebnis der WC-Reiniger von Öko-Test sowohl in der Anwendung als auch in der Bewertung der Inhaltsstoffe. 23 von 30 getesteten Produkten schnitten mit gut ab, die restlichen immerhin mit befriedigend. So wichtig die Hygiene der Kloschüssel und der Klobrille sind, so unbegründet ist die Angst vor Ansteckung. Die meisten Bakterien auf der Toilette machen nicht krank. Desinfektionsmittel sind daher nicht notwendig. Viel wichtiger ist, sich nach dem Toilettenbesuch die Hände zu waschen.
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Externer Link, wird in neuem Fenster geöffnetÖko-Test, Jahrbuch 2005
nach oben Zuletzt aktualisiert am 12.06.2007