In fast jedem Babyzimmer steht heute ein Babyphon. Die meisten Eltern wollen die Freiheiten, die ihnen ein solches Gerät bietet, nicht missen. Mit der richtigen Wahl des Gerätes und mit ausreichendem Abstand zum Bettchen lässt sich die Elektrosmogbelastung in Grenzen halten.
Die meisten Babyphone arbeiten mit 40 Megahertz und einer maximalen Sendeleistung von 10 Milliwatt. Mit den daraus resultierenden relativ schwachen Strahlungsstärken sind Reichweiten von mehreren 100 Metern möglich - für den normalen Betrieb im häuslichen Umfeld also völlig ausreichend. Ebenfalls nur schwach strahlen Geräte, die im Frequenzbereich von 864 Megahertz senden. Abzulehnen sind dagegen die neu zugelassenen Walkie-Talkie-Babyphone, die im 446-Megahertz Bereich mit bis zu 500 Milliwatt senden. Sie überbrücken Entfernungen bis zu fünf Kilometer mit entsprechend hoher Strahlungsstärke.
Als besonders untauglich für Babys Schlafzimmer haben sich laut Öko-Test Geräte gezeigt, die mit dem bei schnurlosen Telefonen üblichen DECT-Standard, also mit gepulster elektromagnetischer Strahlung arbeiten. Die Mikrowellen stehen unter Verdacht, unter anderem Schlafstörungen zu verursachen. Die Leistung der Geräte ist zudem unnötig hoch. Auch DECT-Telefone mit Raumüberwachung sollten daher möglichst nicht als Babysitter eingesetzt werden.
Bei allen getesteten Geräten war die Belastung durch elektromagnetische Wechselfelder in einem Meter Abstand erhöht. Für alle Babyphone gilt daher, dass sie möglichst weit vom Babybettchen entfernt stehen sollten. Die Belastung verringert sich schon im Abstand von zwei Metern erheblich. Aufgrund der extremen Hellhörigkeit der Geräte kann man ihnen auch noch voll und ganz vertrauen, wenn sie in der entfernten Zimmerecke stehen. Geräte ohne Reichweitenkontrolle senden zudem nur im Fall der Fälle.
Weitere Informationen:
Externer Link, wird in neuem Fenster geöffnetÖko-Test, Heft 04/2005
nach oben Zuletzt aktualisiert am 12.06.2007