Kleben macht einfach Spaß. Wer Kinder hat, kann nie genug Klebestifte und -tuben im Haus haben. Im Notfall leihen sich die lieben Kleinen den begehrten Stoff auch vom Schreibtisch der Eltern.
Einige Alleskleber enthalten auch heute noch Lösungsmittel, die dafür sorgen, dass der Kleber erst an der Luft aushärtet. Die Lösungsmittel sind jedoch gesundheitlich bedenklich. Zum Glück gibt es seit einigen Jahrzehnten auch lösemittelfreie Flüssigklebstoffe. Die Funktion des Lösemittels übernimmt in solchen Klebern Wasser, das allerdings langsamer verdunstet. Die lösemittelfreien Kleber haben außerdem den Nachteil, dass Konservierungsmittel zugesetzt werden müssen, damit mikrobielle Verunreinigungen verhindert werden. Bei lösemittelhaltigen Klebern ist das nicht nötig.
Kleine Kinder kommen am besten mit Klebestiften zurecht. Die praktischen Papierklebestifte werden hier zu Lande aus Wasser und Seife hergestellt und sind ebenfalls lösemittelfrei. Öko-Test hat Bastelkleber untersucht und hält mehr als die Hälfte der Bastelkleber für empfehlenswert, darunter alle untersuchten Klebestifte. Eltern können sie unbesorgt auch Kleinkindern für ihre ersten Klebeversuche in die Hände drücken.
In einigen Flüssigklebern fanden die Tester jedoch bedenkliche Inhaltsstoffe. Dazu gehören Formaldehyd/-abspalter, die Krebs erzeugen können. Außerdem reizt der Stoff die Schleimhäute und kann Allergien auslösen. Da bei Kindern Klebstoff schon mal auf der Haut landet, sollte auf diese Kleber lieber verzichtet werden. In einigen Bastelklebern wurden zudem Phthalate gefunden, die zu den Weichmachern gehören. Schlechte Noten bekamen dafür die weißen Bastelkleber von Efco und Meyco. Anstelle von wasserlöslichen Flüssigklebern lässt sich preiswerter Tapetenkleister verwenden. Er kann auch in kleinen Mengen angerührt werden.
Weitere Informationen:
Externer Link, wird in neuem Fenster geöffnetÖko-Test, Heft 10/2006
nach oben Zuletzt aktualisiert am 07.06.2007