
Welche Gedanken machen sich Eltern, wenn sie Spielzeug für ihre Kinder kaufen? Die wichtigsten Fragen sind natürlich, ob das Spielgerät sicher und nicht gesundheitsschädigend ist. Hier empfiehlt es sich, zum Beispiel auf das CE-Zeichen oder bei elektronischem Spielzeug auf die VDE-Plakette zu achten. Auch das spiel-gut-Zeichen kann eine Entscheidungshilfe beim Kauf darstellen. Es bewertet auch, ob ein Spielzeug umweltverträglich und kindgerecht ist.
Ein Aspekt, der bisher allerdings zu oft vernachlässigt wurde, ist die Frage, wo und unter welchen Bedingungen das Spielzeug hergestellt wurde. Oftmals kommen diese aus asiatischen Ländern und wurden dort unter Bedingungen produziert, die die Gesetze und Normen, zum Teil sogar die Menschenrechte verletzen. Inakzeptable Zustände beim Arbeits- und Brandschutz, Gesundheitsschutz und mangelnde Sozialstandards beuten die Arbeiterinnen und Arbeiter in den Fabriken aus, insbesondere junge Frauen. Immer wieder werden auch Fälle von Kinder- und Zwangsarbeit bekannt. Ziel des ICTI (International Council of Toy Industries)-Kodex des Weltverbandes der Spielzeughersteller ist es, dass in den asiatischen Spielzeugfabriken international anerkannte Mindestarbeitsstandards eingehalten werden.
Auf diese Missstände macht die Aktion "fair spielt. Für faire Spielregeln in der Spielzeugproduktion" aufmerksam. Sie hat Spielzeughersteller und -händler in Deutschland aufgefordert, sich dem ICTI-Kodex anzuschließen. Eine beispielhafte Initiative zeigen amerikanische Großkonzerne wie Hasbro, Mattel GmbH oder auch die dänische Lego Company. Diese Konzerne haben sich verpflichtet, ab 2006 nur noch von ICTI- zertifizierten Lieferanten einzukaufen. Aber auch Ravensburger oder Zapf Creations setzen den Codex zumindest teilweise um. Eine ausführliche Liste der Firmen ist unter Externer Link, wird in neuem Fenster geöffnetwww.fair-spielt.de zu finden.
nach oben Zuletzt aktualisiert am 07.06.2007