Beim nächsten ausgiebigen Regen werden viele Eltern feststellen, dass ihre Kinder nach dem sonnigen Sommer aus den lange nicht gebrauchten Gummistiefeln rausgewachsen sind. Besonders für die Kleinen sind Pfützen oder Matsch ein Riesenspaß. Stiefel gibt es schon unter 10 Euro, manche kosten aber auch um die 30 Euro. In den Gummistiefeln sollten möglichst Wollsocken getragen werden. Sie saugen gut den Schweiß auf und trocknen schneller als Baumwollsocken. Nach dem Tragen die Stiefel immer gut auslüften, damit sie austrocknen können.
Dafür, dass man trocken durch den Regen kommt, sorgen Kunststoffmaterialien, seltener Naturgummi. Viele Stiefel im Handel sind genau genommen gar keine Gummi- sondern Plastikstiefel, entweder aus PVC oder aus Kunststoffmischungen gefertigt. Die besonders elastischen und langlebigen Naturkautschuk-Schuhe sind teurer in der Herstellung. Oft mehr als lästig ist der starke Geruch, der von vielen Schuhen ausgeht. Der Geruch alleine ist allerdings kein Indiz dafür, dass die Stiefel stark belastet sind, auch schadstoffarme Schuhe riechen unangenehm. Die Zeitschrift Öko-Test hat Stiefel auf fast 200 Stoffe untersuchen lassen, um den geruchsintensiven Stoffen auf die Spur zu kommen. Ein Quelle ist Naphtalin, das in der Weichmacherproduktion eingesetzt wird und im Verdacht steht, Krebs zu erzeugen. Ebenfalls stinkend aber unproblematisch sind Mineralölbestandteile.
Nur wenige Stiefel bekamen ein gutes Testurteil, darunter auch preisgünstige Modelle. Bei den mangelhaften Gummistiefeln besteht keine unmittelbare Gesundheitsgefahr, dennoch sollten sie reklamiert werden. Ein Recht auf Rücknahme besteht leider nicht, doch es entsteht Druck auf die Hersteller. Die vollständigen Testergebnisse sind im Novemberheft 2003 der Zeitschrift Externer Link, wird in neuem Fenster geöffnetÖko-Test zu finden.
nach oben Zuletzt aktualisiert am 12.06.2007