Unter normalen Umständen belastet die Anwendung eines Klebers kaum. Dafür sind die Mengen zu gering und der Zeitraum zu kurz, in dem der Mensch Kontakt mit ihm hat. Wenn aber mehrere Kinder in einem schlecht gelüfteten Raum zusammen basteln, können schnell gesundheitsschädliche Konzentrationen erreicht werden. Kinder sollten daher keine Klebstoffe verwenden, die organische Lösungsmittel enthalten. Die Lösungsmittel verdunsten beim Verarbeiten und können zu brennenden Augen, Kratzen im Hals, zu Kopfschmerzen und Gleichgewichtsstörungen führen. Das Angebot an lösungsmittelfreien Klebern ist aber so groß, dass niemand auf den Bastelspaß verzichten muss. Besonders zu empfehlen sind Klebestifte für alle Arbeiten mit Papier und Pappe. Sie sind für Umwelt und Gesundheit völlig unbedenklich. Auch Vielzweck- oder Kontaktkleber auf Wasserbasis sind für vielerlei Bastelarbeiten geeignet.
Die Klebeeigenschaften von Produkten auf Wasserbasis sind i.A. kaum schlechter als die der lösungsmittelhaltigen Konkurrenz. Sie brauchen allerdings oft eine etwas längere Trocknungszeit. Ob mit oder ohne Lösungsmittel, viele Produkte haben den Namen "Alleskleber" nicht verdient. Besonders bei Glas oder Porzellan scheitern viele Kleber spätestens in der Spülmaschine. Auch bei Materialkombinationen ist das Ergebnis oft unbefriedigend, da helfen Spezialkleber.
Nicht einfach ist der Umgang mit Kontaktklebern. Die eigentlich sehr belastbaren Verbindungen erfordern besonders sauberes Arbeiten und hohen Anpressdruck. Auch sollte man Geduld haben, der Klebeprozess ist erst nach Tagen oder gar Wochen endgültig abschlossen.
Nicht in Kinderhände gehören Sekundenkleber. Sie kleben nicht nur schwierige Materialkombinationen oft bombenfest, sondern auch Finger oder Augenlider unvorsichtiger Anwender zusammen.
nach oben Zuletzt aktualisiert am 06.06.2007