Kindergeburtstage, Fasching und Hochzeiten machen mit Luftballons erst so richtig Spaß. Doch sind die bunten Spaßmacher auch so harmlos wie sie aussehen? Tests in den vergangenen Jahren ergaben immer wieder hohe Konzentrationen Krebs erregender Nitrosamine, die man beim Aufblasen oder Spielen leicht aufnehmen kann. Grenzwerte gibt es nur für Babysauger bzw. Nuckel aus Kautschuk und für Lebensmittel, jedoch nicht für Spielzeug.
Bei der Herstellung von Luftballons auf Kautschukbasis können aus den dabei verwendeten Vulkanisationsbeschleunigern N-Nitrosamine und nitrosierbare Amine entstehen und freigesetzt werden. Die hohen Gehalte wären nach dem Stand der Technik vermeidbar und sind deshalb unvertretbar.
Vor allem Kinder sind von der Belastung betroffen. Sie blasen besonders oft Ballons auf; Kleinkinder lecken oder nuckeln gar daran. Dabei reagieren Kinder noch empfindlicher auf diese Schadstoffe als Erwachsene. Das Bundesinstitut für Risikobewertung geht davon aus, dass Gesundheitsschäden durch die Ballons gerade bei Kindern nicht auszuschließen sind.
Obwohl das Problem bereits in den 60er Jahren bekannt wurde, ist kein Verbot oder Grenzwert von Nitrosaminen in Ballons und anderen Spielsachen in Sicht. Deshalb sollten Kinder und Erwachsene Luftballons nicht mit dem Mund aufpusten, sondern immer eine Ballon-Pumpe verwenden. Für Babys und Kinder unter drei Jahren sind Ballons als Spielzeug auf keinen Fall geeignet. Sie könnten beim Knuddeln und Lutschen besonders viele Nitrosamine aufnehmen.
nach oben Zuletzt aktualisiert am 06.06.2007