Ohne Schwimmspielzeug macht das Baden nur halb so viel Spaß. Reifen, aufblasbare Tiere oder Poolnudeln sind bei Kindern sehr beliebt. Die glitschigen Reifen und Schwimmtiere sind nur zum Toben im flachen Wasser geeignet. Schwimmbretter und Poolnudeln dagegen können als Schwimmhilfen genutzt werden.
Die meisten Produkte sind aus PVC-haltiger Folie gefertigt. Ohne Weichmacher ist PVC ein starres Material. Meistens werden als Weichmacher Phthalate verwendet, die als stark gesundheitsgefährdend gelten. In Kinderspielzeug für Kinder unter drei Jahren sind sie bereits verboten. Wissenschaftler bringen die zunehmende männliche Unfruchtbarkeit mit diesen Weichmachern in Verbindung.
Im Test schnitten nur ein Schwimmbrett und zwei Poolnudeln mit sehr gut ab, alle anderen Produkte fielen durch. Wer trotzdem mit Wasserbällen und Schwimmtieren spielen möchte, sollte die Spielsachen nicht mit dem Mund sondern mit einem Blasebalg aufblasen. Kinder dürfen an dem Spielzeug nicht lutschen.
Öko-Test hatte bereits mehrfach darauf hingewiesen, dass es - entgegen der Behauptungen einzelner Hersteller - durchaus Alternativen zu Phthalaten gibt. Dazu gehören Weichmacher auf der Basis von Zitronensäure. Das (UBA) bezeichnet Zitrate sogar als geeignete Alternative für die Verwendung als Weichmacher in Kinderspielzeugen, die dazu gedacht sind in den Mund genommen zu werden. Dabei kann etwa Acetyltributylcitrat (ATBC) in seiner technischen Eignung sehr gut mithalten. Es weist sogar eine höhere UV-Beständigkeit, Hitzestabilität und Farbbeständigkeit auf, schreibt das UBA. Weitere Alternativen werden zur Zeit erprobt. Allerdings sind Phthalate in der Regel deutlich billiger als die Alternativen. Extrem billige Produkte, die zudem streng riechen, sollten daher gemieden werden.
Weitere Informationen:
Externer Link, wird in neuem Fenster geöffnetÖko-Test, Heft 07/2004
nach oben Zuletzt aktualisiert am 13.06.2007