Billigspielzeug, so hat gerade der TÜV Rheinland getestet (November 2008), birgt ein hohes Sicherheitsrisiko für Kinder. Wer Spielzeug verschenken möchte, sollte als erstem Test seiner Nase trauen. Riecht es stark, ist es meist mit Schadstoffen belastet. Auch Ware aus PVC sollte im Regal bleiben. Markenspielzeug aus hartem Kunststoff ist dagegen häufig unbelastet, ebenso wie Spielzeug aus Vollholz.
Und Siegel, erleichtern sie die Auswahl? Leider garantieren sie weder Sicherheit noch Schadstofffreiheit. Jedes Spielzeug, das hierzulande verkauft wird, muss der europäischen Spielzeugrichtlinie EN 71 entsprechen. Sie ist jedoch bereits 20 Jahre alt und wird derzeit überarbeitet.
Das CE-Zeichen, das die Einhaltung europäischer Standards bestätigen soll, ist eine reine Herstellerangabe und Pflicht. Es handelt sich dabei nicht um ein Prüfzeichen einer unabhängigen Kontrollstelle. Es hilft daher gar nicht bei der Auswahl.
Besser ist das GS-Zeichen, es steht für "Geprüfte Sicherheit". Unabhängige Prüfstellen vergeben das Siegel für maximal fünf Jahre. Es steht auf Spielwaren, die den gesetzlichen Standard einhalten. Aber Achtung: Neben dem Siegel muss das Zeichen des jeweiligen Prüfinstituts stehen. Ein einsames GS-Zeichen könnte eine Fälschung bedeuten.
Das Spielgut-Zeichen vergibt der Arbeitsausschuss Kinderspiel und Spielzeug. Dafür begutachten unabhängige Pädagogen, Psychologen, Mediziner und Techniker rund 600 Spielzeuge im Jahr. Auf Schadstoffe wird aber nur stichprobenartig untersucht. Seit 2005 kann jedoch nur PVC-freies Spielzeug das Siegel erhalten.
Vom TÜV Rheinland wird das empfehlenswerte Proof-Zeichen vergeben und gilt zunächst für ein Jahr. Geprüft wird, ob deutsche und europäische Sicherheitsanforderungen erfüllt werden. Bei einigen Spielzeugen gibt es Extraprüfungen, etwa auf Holzschutzmittel in Holzwaren.
nach oben Zuletzt aktualisiert am 15.12.2011