Kinder, die nicht spielen, können sich nicht entwickeln. Häufig werden sie mit Spielzeug geradezu überschüttet, aber je perfekter die Ausstattung ist, um so weniger Raum läßt sie der Phantasie des Kindes. Vieles wird dann nur kurz angeschaut und aus Desinteresse nicht weiter beachtet.
Das Problem: Das meiste Spielzeug wird in China und anderen Billiglohnländern in Fernost unter unwürdigen Arbeitsbedingungen hergestellt und enthält häufig gesundheitlich bedenkliche Chemikalien wie Formaldehyd, krebserregende Farbstoffe und Schwermetalle. Das CE-Zeichen für die Sicherheit von Spielzeug muß in Europa jedes Produkt tragen. Es sagt aber so gut wie nichts über die Schadstoffbelastung aus. Wer den Nachwuchs vor giftigen Substanzen schützen will, findet allerdings auch eine Vielzahl kleinerer deutscher Hersteller, die ihr Material sehr sorgfältig auswählen.
Der Umwelttipp: Folgende Spielbedürfnisse sollten abgedeckt werden: Requisiten für die beliebten Rollenspiele, Materialien zum Bauen und Konstruieren, Zubehör zum Basteln und Malen. Kinder spielen oft am liebsten mit Dingen, die sowieso im Haushalt vorhanden sind und von den Erwachsenen benutzt werden. Kinderspielzeug muß stabil und sollte reparierbar sein, sonst gibt es schnell Tränen vor Enttäuschung. Möglichst Spielzeug ohne Batterien auswählen, zumindest sollten die Batterien auswechselbar sein. Achten Sie darauf, daß Kunststoffspielzeug nicht aus PVC hergestellt ist. Lieber eine Kleinigkeit zur Ergänzung eines bereits bestehenden Systems, als immer wieder völlig neue Dinge schenken. Wichtiger als die besten Spielsachen und das schönste Kinderzimmer aber ist die Zeit, die sich Eltern oder größere Geschwister nehmen, um sich mit den Kleinen zu beschäftigen.
nach oben Zuletzt aktualisiert am 06.06.2007