Sie sind vom Babypopo nicht mehr wegzudenken: 90 Prozent der Eltern entscheiden sich aus praktischen Gründen für Wegwerfwindeln. Die meisten Kinder verbringen mehr als zwei Jahre in den Höschenwindeln. Viele Eltern interessiert daher, ob die Windeln Schadstoffe enthalten, die die besonders empfindlichen Babys belasten.
Die Zeitschrift Öko-Test hat 18 Windelmarken in der Größe Maxi untersucht und zusätzlich einen Praxistest durchgeführt. 15 Testkandidaten erhielten insgesamt ein sehr gut oder gut von den Prüfern. Erfreulicherweise enthielt keines der getesteten Produkte kritische Inhaltsstoffe. Hier schneiden die preiswerten Discounter- oder Eigenmarken genauso gut ab, wie die teureren Markenprodukte.
Beim Praxistest zeigten sich größere Unterschiede vor allem beim Speichervermögen und der Aufsauggeschwindigkeit. Der Urin soll nicht nur schnell in den speichernden Kern aus Polyacrylatkristallen aufgenommen werden, sondern auch darin bleiben, wenn das Kind auf der nassen Windel sitzt. Die meisten Produkte halten die durchschnittliche Tages- und Nachtmenge an Testflüssigkeit gut zurück. Mit großen Mengen kommen noch zwei Windeln gut klar.
Bei sogenannten Öko-Windeln werden biologisch abbaubare Kunststoffe für die Wäscheschutzfolie und gegebenenfalls die Verpackung verwendet. Der Anteil an der gesamten Windel beträgt dabei nur etwa 13 Prozent.
Gemäß einer Studie der britischen Umweltagentur schneiden Wegwerfwindeln ökologisch nicht schlechter ab als Stoffwindelsysteme. Letztere vermeiden zwar den großen Abfallberg eines Haushalts mit Wickelkindern, dafür werden jedoch für die Wäsche und eventuell den Transport Energie und Wasser verbraucht. Wer einen Windeldienst ausprobieren und einen Kostenvergleich anstellen möchte, kann sich an den Externer Link, wird in neuem Fenster geöffnetVerband der Windeldienste in Europa e.V. wenden.
Externer Link, wird in neuem Fenster geöffnetÖko-Test Jahrbuch Kleinkinder 2009
Externer Link, wird in neuem Fenster geöffnetÖko-Test, Heft 02/2011
nach oben Zuletzt aktualisiert am 20.12.2011