Aus Hauswänden und Fassaden lassen sich mit geringem Aufwand lebendige Flächen machen: Kletterpflanzen sind ein schöner Anblick und verbessern zudem das Stadtklima. Grüne Fassaden bieten Vögeln und Insekten Lebensraum und Nahrung, schützen die Wand vor Schlagregen und können die Bildung von Rissen verhindern. In jeder Stadt stehen zigtausend Quadratmeter begrünbare Gebäudeflächen zur Verfügung, während der Platz für Gärten, Parks und Grünanlagen stark begrenzt ist.
Das Problem: Nicht jede Wand verträgt jede Art von Begrünung. Ungeeignete Fassadenflächen können besonders durch die Haftorgane von selbstklimmenden Pflanzen, wie z.B. Efeu, mitsamt dem darunterliegenden Mauerwerk zerstört werden. Bei der Auswahl sollte man auch die Ansprüche der Pflanzen selbst beachten. Manche brauchen viel Licht, andere fühlen sich eher im Halbschatten oder Schatten wohl. Auch die Höhe der Fassade, die begrünt werden soll, ist für die Pflanzenauswahl von Bedeutung.
Der Umwelttipp: Wo Selbstklimmer nicht geeignet sind oder die Begrünung nur auf einen Teil der Wand beschränkt sein soll, kommen Gerüstkletterpflanzen in Frage. Die notwendigen Klimmhilfen erfordern zwar zu Anfang mehr Aufwand, dafür sind Pflegebedarf und Schadensrisiko später aber geringer. Gerade viele prächtig blühende Arten sind darunter, die bei gelungener Kombination eine Hauswand ganzjährig auch farbig schmücken. Spreizklimmer, wie z.B. die Rose, klettern an waagerechten Latten oder Drahtbespannungen, Ranker, wie z.B. die Weinrebe, klettern an Rankgittern, Schlinger, wie z.B. der Blauregen, klettern an senkrechten Spanndrähten. An sonnigen Hauswänden läßt sich vielleicht auch Spalierobst verwirklichen, welches den Aufwand noch dazu mit einer reichen Ernte belohnt.
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