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05.10.2026
Vierbeiner, die draußen unterwegs sind, können unbemerkt unliebsame Gäste mit nach Hause bringen. Flöhe saugen Blut und können sich bei günstigen Bedingungen rasch vermehren. Die erwachsenen Flöhe sitzen überwiegend auf dem Tier, während Eier, Larven und Puppen vor allem in der Umgebung zu finden sind – etwa in Körbchen, Decken, Teppichen oder auf dem Sofa. Die Stiche können bei Mensch und Tier starken Juckreiz auslösen.
Häufig wird ein Flohbefall erst bemerkt, wenn sich die Parasiten bereits vermehrt haben und auch Menschen stechen. Dann greifen viele zu Insektiziden oder behandeln das Tier mit einem Flohhalsband, einem Spot-on oder anderen Präparaten. Solche Mittel können wirksam sein, sollten aber gezielt und entsprechend der Gebrauchsanweisung eingesetzt werden. Das Umweltbundesamt weist darauf hin, dass Biozide gesundheitliche und ökologische Risiken bergen können und möglichst sparsam eingesetzt werden sollten.
Einem Flohbefall lässt sich vor allem durch regelmäßige Kontrolle und gute Hygiene vorbeugen. Das Fell kann mit einem Flohkamm kontrolliert werden. Schlaf- und Liegeplätze, Decken, Teppiche und Polster sollten regelmäßig gründlich abgesaugt und gereinigt werden. Waschbare Decken und Bezüge können möglichst bei 60 Grad gewaschen werden. Nach den Empfehlungen von ESCCAP, der Europäischen Beratungsgruppe für Parasiten bei Haustieren, müssen bei einem Flohbefall sowohl das Tier als auch seine Umgebung berücksichtigt werden.
Von vermeintlich harmlosen Hausmitteln wie ätherischen Ölen ist abzuraten. Sie sind keine zuverlässig belegte Alternative und können insbesondere für Katzen giftig sein. Auch „natürlich“ bedeutet nicht automatisch ungefährlich. Entscheidend ist eine konsequente Behandlung des Tieres in Verbindung mit der Reinigung der Umgebung. So lässt sich der Einsatz von Insektiziden auf das notwendige Maß begrenzen.
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