Im Frühsommer sind Balkonkästen und Kübel seit einigen Wochen mit Sommerblumen bepflanzt. Auch wer frische Blumenerde verwendet hat, sollte bald ans Nachdüngen denken. Der Nährstoffgehalt der Blumenerde reicht für die schnellwachsenden Zierpflanzen nur für etwa vier bis sechs Wochen.
Es gibt drei Nährstoffe, auf die Pflanzen besonders angewiesen sind. N-P-K heißt die Zauberformel, die in Gewichtsprozenten auf den Düngemittelverpackungen ausgewiesen ist. Stickstoff (N) ist notwendig für die Blattentwicklung und für das Wachstum der Pflanzen. Phosphor (P) wird für die Energieübertragung und Kalium (K) vor allem für den Zelldruck benötigt. Daneben brauchen Pflanzen noch Kalzium für den Aufbau der Zellwände, Magnesium für das Blattgrün und Schwefel. Besonders wichtig, aber auch teuer, sind die Spurenelemente Eisen, Mangan, Kupfer, Zink, Bor und Molybdän.
Öko-Test hat 17 von 39 getesteten Flüssigdünger mit -mangelhaft- oder -ungenügend- bewertet. Dabei waren die Spurenelemente häufig zu niedrig dosiert oder gar nicht vorhanden. Wenig verlassen kann man sich auch auf die Dosierempfehlungen. Häufig sind sie nicht differenziert, das heißt die Dosiermenge ist für Zimmerpflanzen zu hoch und für Balkonpflanzen zu niedrig.
Beim Einkauf sollte auf eine ausführliche Deklaration der Nährstoffe im Flüssigdünger geachtet werden. Er sollte neben den Hautnährstoffen unbedingt auch Spurenelemente enthalten. Im Zweifelsfall ist es besser zu wenig als zu viel zu düngen. Überdüngte Pflanzen haben Probleme mit der Wasseraufnahme und welken. Bei allen Produkten fehlt laut Öko-Test der Hinweis, dass Flüssigdünger in Kombination mit Regenwasser oder weichem Leitungswasser nicht geeignet sind. Es fehlen dann Kalzium und Magnesium, was zu einer Versauerung des Substrates führt.
Weitere Informationen:
Externer Link, wird in neuem Fenster geöffnetÖko-Test, Heft 05/2004
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