Stadtbewohner können selbst kleine Haus- und Vorgärten oder Innenhöfe in kleine Naturoasen verwandeln. Die Chance, auch Dächer mit in die Begrünung einzubeziehen, bleibt aber häufig ungenutzt. Dabei ist der Aufwand eine Dachbegrünung anzulegen und zu pflegen geringer als vermutet.
Besonders Extensivbegrünungen zeichnen sich durch einen vergleichsweise geringen Herstellungs- und Pflegeaufwand aus. Eine nur wenige cm starke Substratschicht trägt eine extrem anspruchslose, robuste und trockenheitsverträgliche Pflanzendecke. Ein großes Angebot an niedrigwüchsigen und zum Teil attraktiv blühenden Pflanzen bietet viele Gestaltungsmöglichkeiten. Die Pflege beschränkt sich auf ein bis zwei Kontrollgänge pro Jahr. Eine künstliche Bewässerung ist nach dem Anwachsen im Regelfall nicht erforderlich. Aufgrund der vergleichsweise geringen Dachlasten sind extensive Gründächer auch für nachträgliche Begrünungen von nur leicht belastbaren Dächern geeignet.
Gründächer verbessern zudem das Stadtklima und tragen zur Luftreinhaltung bei. Sie filtern Staub aus der Luft und die Wasserverdunstung wirkt an heißen Sommertagen angenehm kühlend. Auch verbessern sie den Schallschutz und schützen die Dachabdeckung. Die Gründächer wirken wie Isoliermatten. In den darunter liegenden Räumen werden Temperaturschwankungen abgemildert. Im Winter helfen sie dadurch, Heizkosten zu sparen.
Gründächer haben die Fähigkeit, Wasser zurückzuhalten. Regenwasser läuft nicht sofort in die Kanalisation sondern wird gespeichert und kann verdunsten. Der Rest wird erst zeitverzögert abgegeben. Das entlastet die Kanalisation bei starken Regenfällen. Daher fördert der Senator für Bau und Umwelt Dachbegrünungen mit bis zu 5000 Euro. Die Antragsstellung und die Beratung zu dem Förderprogramm erfolgt bei der Bremer Umwelt Beratung.
Weitere Informationen:
Förderprogramme
nach oben Zuletzt aktualisiert am 06.06.2007