Nicht nur Häuser und Straßen verhindern, dass Regenwasser vor Ort versickern kann, sondern auch unzählige gepflasterte und betonierte Stellplätze, Höfe, Vorgärten oder Garagenauffahrten. Besonders bei Starkregen kann das Abwassersystem Probleme bekommen mit dem schnell ablaufenden Regenwasser von versiegelten Flächen.
Daher möchte das Bremer Förderprogramm Entsiegelung private und gewerbliche Eigentümer motivieren, befestigte Flächen wieder für die natürliche Versickerung von Regenwasser zu öffnen. Der Senator für Umwelt, Bau, Verkehr und Europa stellt für solche Maßnahmen maximal 3000 Euro an Fördergeldern zur Verfügung. Dabei können ein Drittel der förderfähigen Kosten berücksichtigt werden. Die Förderhöhe pro Quadratmeter entsiegelter Fläche beträgt bis zu 12,50 Euro.
Mit diesem Förderprogramm können selten genutzte, befestigte Flächen vollständig freigelegt und anschließend begrünt werden. Aus grauen Hinterhöfen entstehen lauschige Plätze für Kinder und Erwachsene, gepflasterte Vorgärten können zu kleinen Naturoasen werden. Doch Gärten sind nicht überall möglich. Wasserdurchlässige Beläge sind sinnvoll, wenn Garagenauffahrten, Plätze oder Wege befestigt werden müssen. Dafür bieten sich zum Beispiel Rasengittersteine, Holzbeläge oder Kiesdecken an. Es muss gewährleistet sein, dass nach der Entsiegelung das auf der entsprechenden Fläche anfallende Niederschlagswasser vor Ort versickern kann.
Mit Einführung der getrennten Abwassergebühr 2011 wird das Förderprogramm eingestellt. Anträge müssen daher bis Ende 2011 eingegangen sein!
nach oben Zuletzt aktualisiert am 11.05.2010