An heißen Sommertagen schleppen nicht nur Balkongartenbesitzer so manche Gießkanne mit Wasser nach draußen. Wer nicht das Vertrocknen der Pflanzen in Kauf nehmen will, muss auch seinen Naturgarten gießen. Es gibt aber einige Tricks, mit denen Wasser gespart und die Pflanzen schonend versorgt werden. Wer die Möglichkeit hat, sollte Regenwasser auffangen und damit gießen. Dieses Wasser gibt es kostenlos und es wird von vielen Pflanzen besser vertragen als Leitungswasser.
Die günstigste Zeit zur Bewässerung ist der frühe Morgen. Gegen die Bewässerung am Abend spricht die erhöhte Gefahr von Pilzinfektionen. Pflanzenbestände sollten möglichst trocken in die Nacht gehen. Das gründliche Gießen direkt im Wurzelbereich der Pflanzen ist besser als ein großflächiges Beregnen. Da der Boden das Wasser nicht sofort aufnehmen kann, sollte man sich beim Gießen Zeit lassen: Wässern, eine halbe Stunde Pause, dann noch einmal wässern. Ist nur die Erdoberfläche befeuchtet, verdunstet das Wasser, ohne dass es der Pflanze zugute kommt. Besonders günstig ist es, wenn die Beete nach dem Beregnen aufgelockert werden. Dadurch werden die feinen Haarröhrchen im Boden zerstört, durch die das Wasser wieder verdunstet.
Auch Bäume brauchen Wasser, besonders zur Zeit der Blüte und während des Heranreifens der Früchte. Dabei sollten sie wenn möglich nicht direkt am Stamm gewässert werden sondern im Randbereich der Krone. Dort können die Wurzeln das Wasser am besten aufnehmen.
Kürzer als 4 cm sollte ein Rasen in den regenarmen Sommermonaten nicht geschnitten werden. Das schützt die Wurzeln vor dem Austrocknen und der Rasen kann nach dem nächsten Regen schnell wieder ergrünen. Beim Sprengen des Rasens verdunstet zuviel Wasser. Besser ist, einmal pro Woche eine intensive Bewässerung vorzunehmen, bei der das Wasser langsam zugeführt wird.
nach oben Zuletzt aktualisiert am 06.06.2007