Hobbygärtner können es kaum erwarten, endlich wieder im Garten zu arbeiten. Damit Obst und Gemüse auch kräftig gedeihen, wird mit Dünger nicht gespart. Was viele nicht wissen; oft tun sie des Guten zu viel und belasten damit Boden und Gemüse. Besonders bei Phosphor kommt es zu Überschreitungen des Düngebedarfs von bis zu 300 Prozent. Aber auch Kalium wird häufig zu viel gegeben.
Mit den Düngemitteln werden auch Schadstoffe in den Boden eingebracht. Besonders Phosphate binden sich gerne an andere Schwermetalle, zum Beispiel an Uran. Mineralische Phosphordünger enthalten aus diesem Grund beachtliche Mengen an Uran. Gelangt das giftige Schwermetall in den menschlichen Körper, reichert es sich bevorzugt in den Knochen an und kann verschiedenste Krankheiten auslösen. Phosphatreiche Dünger, dazu gehört auch das sogenannte Blaukorn, gehören daher nicht in den Gartenbereich. Organische Dünger wie Kompost, Horn- oder Knochenmehl weisen dagegen meist geringere Urangehalte auf.
Die deutsche Düngemittelverordnung sieht im Gegensatz zur europäischen, die nur für mineralische Dünger gilt, immerhin Grenzwerte für einige Schwermetalle vor. Doch die sind sehr moderat. Bis Ende 2006 gelten zudem Übergangsfristen, sodass Produkte, die dieser Vorschrift nicht entsprechen, noch verkauft werden können.
Kompost kann ein hochwertiger Dünger sein. Doch auch hier reichen zwei bis drei Liter pro Quadratmeter jährlich, sonst wird der Boden schnell überdüngt. Die Gehalte von Nährstoffen und Schwermetallen schwanken zudem je nach Zusammensetzung des Komposts und sind häufig unbekannt. Am Besten ist eine gezielte Zugabe von Nährstoffen, die der Boden tatsächlich braucht. Dafür sollte eine Bodenprobe etwa alle drei bis fünf Jahre in Auftrag gegeben werden.
Weitere Informationen:
Externer Link, wird in neuem Fenster geöffnetÖko-Test, Heft 03/2006
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